Basketball

Für Alba-Center Traoré ist das Saisonende gekommen

Die Basketballer von Alba Berlin haben kurz vor dem Start des Play-off um die Deutsche Meisterschaft einen weiteren Rückschlag erlitten. In der entscheidenden Saisonphase fehlt ihnen Center Ali Traoré.

Foto: Ole Spata / dpa

Am Freitag kam die offizielle Diagnose mit der niederschmetternden Nachricht: Ali Traoré (28), Center des Basketball-Bundesligisten Alba Berlin, hat sich im Spiel gegen Trier (88:91) einen Knorpelschaden im rechten Knie zugezogen. Das ergab eine Arthroskopie im Unfallkrankenhaus Berlin. Der Franzose darf das Knie nun sechs Wochen nicht belasten – er fällt also bis zum Ende der Saison aus.

Wieder einmal müssen die Berliner improvisieren

„Das ist ein großer Verlust“, sagte Sportdirektor Mithat Demirel, „Ali hat wichtige Impulse gesetzt, besonders offensiv.“ Erneut wird der Verein in einer unabhängig vom Sportlichen schwierigen Saison improvisieren müssen. Auch wenn es schwerfällt: Die volle Konzentration bei Alba muss wieder auf dem Sportlichen liegen.

In der abschließenden Hauptrunden-Partie gegen BBC Bayreuth geht es am Sonnabend (20 Uhr, O2 World) nicht nur darum, ob der Pokalsieger am Ende Platz fünf oder sechs belegt. „Auf welchem Platz wir jetzt ins Play-off gehen, macht keinen großen Unterschied“, sagt Trainer Sasa Obradovic. „Es ist aber ein großer Unterschied, ob wir mit einem Sieg oder einer Niederlage ins Play-off gehen.“

Bei einer Niederlage könnten die Dragons noch vorbeiziehen

Wenn sich die Berliner noch Rang fünf sichern, würden sie Berliner am 4./5. Mai im ersten Viertelfinale auf den FC Bayern treffen. Bei einer Niederlage gegen Bayreuth könnten dagegen die Artland Dragons noch an ihnen vorbeiziehen, Alba müsste im Play-off gegen Ratiopharm Ulm ran.

Im Pokalfinale gegen Ulm hatten die Berliner ihr bestes Spiel der vergangenen Monate abgeliefert. Doch die Verantwortlichen wollen von einem bevorzugten Viertelfinal-Gegner nichts wissen. „Es ist nicht unser Plan, dass wir Ulm bekommen. Schon gegen Trier hat jeder gesehen, dass wir gewinnen wollten. Wir machen solche Spielchen nicht“, sagte Manager Marco Baldi. Für Obradovic ist das Play-off ohnehin „ein komplett neuer Wettbewerb“.