Unfassbar! Was ist bloß los mit Alba Berlin? Das Play-off ist in Sichtweite – und die Mannschaft ist in die Krise gerutscht. Nach dem 88:91 (45:50) in der O2 World gegen TBB Trier ist ein Tiefpunkt erreicht.
Jetzt muss Alba am Sonnabend zum Abschluss gegen BBC Bayreuth gewinnen, um den fünften Platz zu retten. „Ich weiß nicht, was passiert ist“, meinte Center Yassin Idbihi fassungslos. „Im Play-off müssen wir ein anderes Gesicht zeigen.“
„Wir spielen zu wechselhaft, das müssen wir endlich abstellen“, hatte Albas Cheftrainer Sasa Obradovic vorher doch noch gefordert. Wie ein roter Faden ziehen sich die Schwankungen bei Berlin durch die vergangenen Monate. Zuletzt zeigte man in Bamberg eine katastrophale erste Hälfte – und auch gestern mussten die Alba-Fans unter den 8787 Zuschauern wieder mehr leiden als ihnen lieb sein konnte.
Wie von allen guten Geistern verlassen
Alba fand in den ersten zehn Minuten so gut wie nicht statt. 16 Punkte Differenz (11:27) lautete der höchste Rückstand gegen die von Alba-Ikone Henrik Rödl als Trainer (er holte als Spieler einst gemeinsam mit Obradovic den Korac-Cup und den ersten Meistertitel für Berlin) sehr gut eingestellten Trierer. Im zweiten Viertel wurde es dann zwar phasenweise besser, aber von Konstanz war bei Berlin nach wie vor nichts zu spüren. Nach einer 11:0-Serie konnte Je’Kel Foster mit seinem bereits 15. Punkt auf einen Zähler verkürzen (31:32), er war mit 20 Zählern Berlins Topscorer. Nach 16 Minuten hieß es 35:36, doch einen Schub gab das nicht. Ruck, zuck hieß es wieder 39:48.
Alba kam engagierter aus der Kabine: Nach 28 Minuten gelang Deon Thompson mit zwei Freiwürfen die erste Führung (60:59). Mit weiteren vier Punkten erhöhte der US-Amerikaner auf 64:59, Heiko Schaffartzik (11) legte später zum 70:63 nach. Aber fünf Punkte Vorsprung (70:65) vor dem Schlussviertel waren kein Ruhekissen. Und auch 13 Zähler (83:70/36.) waren es nicht. Alba spielte wie von allen guten Geistern verlassen. Ali Traoré musste raus, er hatte sich vermutlich das rechte Knie schwer verletzt. Alba lag 21,9 Sekunden vor Ende mit 85:88 zurück. Mit der Schlusssirene ging Fosters Verzweiflungswurf nur auf den Ring – Ende: 88:91.





