Zwar war Marco Baldi, der Geschäftsführer des Basketball-Bundesligisten Alba Berlin, am Freitag nicht in der Stadt, sondern bei einer Liga-Tagung in Köln – aber seine Reaktion blieb nicht aus. „Was Heiko Schaffartzik sagt, ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass er auf dem Feld seine Leistung bringt“, erklärte Baldi.

Er reagierte damit auf Äußerungen von Spielmacher Schaffartzik, der Baldi und Sportdirektor Mithat Demirel heftig kritisiert hatte. Unter anderem sprach Schaffartzik davon, dass man innerhalb der Mannschaft den Eindruck habe, Mitspieler Yassin Idbihi sei von den beiden Alba-Verantwortlichen über die Medien „fertig gemacht“ worden.

Weitere Schritte werden intern besprochen

Wie die ganze Sache weitergehen wird, ist momentan völlig offen. Die Aussage von Baldi lässt auf alle Fälle reichlich Interpretationsspielraum: „Alles Weitere wird intern besprochen.“

Sicher ist, dass am Samstagabend Basketball gespielt werden wird, wenn Alba in der O2 World (Beginn 19 Uhr) auf den Mitteldeutschen BC trifft. Der MBC ist noch nicht aller Abstiegssorgen ledig und Alba darf sich keinen Ausrutscher mehr leisten, will der Klub doch noch als Vierter ins Play-off einziehen. Was mit dem Heimvorteil im Viertelfinale verbunden wäre. Vergessen ist die Pleite in Braunschweig (80:84 n.V.) am vergangenen Dienstag noch nicht: „Ich erwarte, dass die Mannschaft die erhaltene Lektion beherzigt und eine angemessene Reaktion zeigt“, sagt Alba-Trainer Sasa Obradovic.

Morley fällt aus, Djedovic noch fraglich

Vor der Partie plagen die Berliner Verletzungssorgen: Zach Morley leidet unter einer Entzündung der Plantarsehne (Fußsohle), sein Einsatz ist ausgeschlossen. Man will abwarten, bis die Entzündung komplett abgeklungen ist. Am vergangenen Donnerstag musste sich Nihad Djedovic einer Zahn-Operation unterziehen und daher mit dem Training aussetzen. Über seinen Einsatz wird am Spieltag entschieden.

Bei aller Unruhe im Berliner Team gilt der Satz von Trainer Obradovic: „Alle sollten sich voll und ganz auf Basketball konzentrieren.“

seb