Nach dem Eklat im Training am Dienstag hatten die Verantwortlichen bei Alba Berlin versucht, das Ganze herunterzuspielen. Doch die verbale Auseinandersetzung zwischen Cheftrainer Sasa Obradovic und Spielmacher DaShaun Wood ist dem US-Amerikaner wohl auf den Magen geschlagen. Zumindest gehörte Wood am Donnerstag nicht zum elfköpfigen Kader der Berliner, die in ihrem letzten Basketball-Europaligaspiel des Top 16 bei Unicaja Malaga mit 68:55 (40:27) gewannen.

Wood leide unter einem Magen-Darm-Infekt, sei aber mit nach Malaga gereist, erklärte Sportdirektor Mithat Demirel: „Er konnte zwei Tage lang nichts essen, ein Einsatz hätte keinen Sinn gemacht.“ Es sei, so Demirel ausdrücklich, „keine disziplinarische Maßnahme“ gewesen.

Am Abend in Andalusien stand jedenfalls Heiko Schaffartzik als Spielmacher in der Anfangsformation. Von Beginn an waren die Berliner voll konzentriert, für die es ebenso wie für die Spanier um nichts mehr ging: Das Viertelfinale war schon verpasst. Nach 14 Minuten stand es 37:16 für Berlin, unfassbare 21 Zähler Vorsprung. Anschließend ließ Alba etwas nach, rettete aber ein 40:27 in die Pause.

Im dritten Abschnitt gelang es den Berlinern, Malaga auf Distanz zu halten. Mit 52:38 ging es ins letzte Viertel. Die Berliner waren einfach engagierter bei der Sache. Der Lohn war ein 59:38 nach 32 Minuten. Das ließen sich die Berliner nicht mehr nehmen, die in Je’Kel Foster mit 13 Punkten ihren besten Werfer hatten und einen versöhnlichen Abschied feierten.

BM