Basketball-Play-off

Alba helfen nur noch Siege im Kampf um das Heimrecht

Noch ist nicht alles verloren. Aber Albas Chancen, im Mai als Tabellenvierter – und damit mit Heimrecht – ins Viertelfinale zu starten, sind nach der 73:92-Pleite in Ulm rapide gesunken.

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Zu unken, die Basketballer von Alba Berlin würden das Play-off um die Meisterschaft gänzlich verpassen, ist sicherlich noch übertrieben. Aber die Chancen, Anfang Mai als Tabellenvierter und damit mit Heimrecht in das Viertelfinale zu starten, sind nach der 73:92-Pleite in Ulm rapide gesunken. Die Ulmer verbesserten sich in der BBL-Tabelle mit neun Niederlagen auf Platz drei. Vierter ist der FC Bayern München, der wie Alba elfmal verloren, sich aber den direkten Vergleich gegen die Berliner gesichert hat.

„Mit der Art und Weise, wie wir ins Spiel gegangen sind, kann man in Ulm nicht gewinnen“, kritisierte Sportdirektor Mithat Demirel das Team, das zuletzt mit dem Pokalsieg als Höhepunkt so dominant aufgetreten war. „Wir haben sie einfach spielen lassen und anders als noch eine Woche zuvor das Tempo nicht kontrolliert. Die Akkus waren leer. Wir konnten den Bock nicht mehr umstoßen.“

Demirel mit gemischen Gefühlen

Demirel dürfte sich auch das Tableau unterhalb des fünften Platzes mit gemischten Gefühlen ansehen. Die Artland Dragons aus Quakenbrück haben nur eine Niederlage mehr auf dem Konto (12), dahinter lauern das Überraschungsteam aus Hagen und Bonn (beide 13). Demirel blickt allerdings lieber noch oben. Sein Team muss noch sieben Spiele in der Hauptrunde absolvieren, fünf zu Hause sowie in Braunschweig und in Bamberg. „Wenn wir im Play-off Heimrecht wollen, müssen wir alles gewinnen“, fordert er. Trainer Sasa Obradovic sah in Ulm nur zwei Tage nach dem fulminanten Sieg gegen Zalgiris Kaunas in den Top16 der Europaliga, „dass wir physisch nicht bereit genug waren. Wir stecken nach dem Pokalsieg physisch und auch mental in einem Loch.“

Aus dem sich Alba schleunigst heraus buddeln sollte, denn auch die Bayern vor ihnen spielen nicht sonderlich konstant. Dass Platz fünf zum Play-off-Start zum anderen nicht das Ende bedeuten muss, weiß man bei Alba seit der Saison 2001/2002. Da stürmten die Berliner ohne Heimrecht mit 9:0 Siegen zum Titel. Spielmacher war Mithat Demirel. Im Finale schlugen die Berliner Köln 3:0 – Spielermacher dort: Sasa Obradovic.

Der aktuelle Spielplan von Alba Berlin