Basketball

Alba reist in Topform und mit breiter Brust nach Ulm

Hätte jemand noch vor zwei Wochen von einer realistischen Siegchance in Ulm gesprochen, wäre er fast schon belächelt worden. Doch jetzt erscheint für das erstarkte Team von Sasa Obradovic selbst das möglich.

Pokalsieger Alba Berlin hat im letzten Heimspiel der Euroleague-Saison einen klaren Sieg gefeiert und gegen Zalgiris Kaunas aus Litauen mit 77:55 gewonnen. Spieler Derrick Byars dazu im Alba-Fantalk.

Video: BMO
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Alba Berlins Basketballern scheint eine Punktlandung gelungen zu sein. Genau zum ersten Saison-Höhepunkt waren sie da und gewannen den Pokal. Wenige Tage später legten sie mit dem 77:55 gegen Zalgiris Kaunas, eine der ersten Adressen in Europa, ein Pfund nach.

Jetzt geht es darum, aus der Momentaufnahme eine Serie ähnlich schöner Bilder werden zu lassen. Und zwar schon an diesem Sonntag (ab 19 Uhr HIER im Liveticker der Berliner Morgenpost), wo es im Bundesliga-Spitzenspiel in Ulm nach nur einer Woche zur Neuauflage des Pokalfinales kommt.

„Die Erfahrung, mit unserem Spiel und dem Druck in der Verteidigung Titel gewinnen zu können, war sicherlich ein Schlüsselerlebnis“, sagte Heiko Schaffartzik nach der erneuten Gala gegen Kaunas. „Ich denke, dass es sich jetzt in den Köpfen der Spieler festgesetzt hat, dass es vorangeht, wenn wir so weitermachen.“

Was natürlich gerade am Sonntag in Ulm wünschenswert wäre, denn die Schwaben (17:9 Siege) und Alba (16:10) sind direkte Konkurrenten im Rennen um einen der ersten vier Tabellenplätze, die zumindest zum Play-off-Start Anfang Mai im Viertelfinale den Heimvorteil bedeuten würden.

Eine der heißesten Arenen in der Liga

Hätte jemand noch vor zwei Wochen nach den Pleiten in Frankfurt, Quakenbrück und Hagen von einer realistischen Siegchance in Ulm gesprochen, wäre er fast schon belächelt worden. Ganz zu schweigen davon, den direkten Vergleich für sich zu entscheiden. Alba verlor das Heimspiel im Oktober 80:88. Jetzt erscheint für das erstarkte Team von Sasa Obradovic selbst das möglich. Schließlich gewannen die Berliner das Cup-Endspiel mit 18 Punkten Differenz.

Allerdings in der heimischen O2 World, warnt Albas Coach. „Die Ulmer sind zu Hause viel stärker als auswärts“, die neue Halle mit ihren 6000 fanatischen Fans sei „eine der heißesten Arenen in der Liga“, mahnt Obradovic. „Es wird nicht genügen, das Finale vom vergangenen Sonntag noch einmal zu spielen. Wir werden zusätzlich einige Fehler, die wir im Pokalfinale noch gemacht haben, vermeiden müssen, wenn wir dort gewinnen wollen.“

Was der Mannschaft im Moment allerdings zuzutrauen ist.

Der aktuelle Spielplan von Alba Berlin