Sie strahlten nach der Schlusssirene, denn sie wussten, sie hatten nicht irgendjemanden geschlagen. Die Basketballer von Alba Berlin gewannen in den Top 16 der Europaliga das Prestige-Duell in Bamberg 75:72 (42:42) und können jetzt am Sonnabend (20 Uhr, O2 World) mit breiter Brust in das Pokal-Halbfinale gegen Bayern München gehen.

Die Berliner fanden gleich zu Beginn im Angriff eine gute Mischung. Mal trafen Je’Kel Foster, Derrick Byars und Zach Morley aus der Ferne, dann wieder Deon Thompson und Ali Traoré aus Nahdistanz. Nach dem ersten Viertel führte Alba 21:19.

Auch in den folgenden Minuten blieb der Mix noch intakt. Wieder punkteten Foster und Traoré. Alba konnte sich erst mit 31:24 (14.), dann mit 37:31 (17.) absetzen, aber die Gastgeber wurden stärker, kämpften sich wieder heran. Nach Dreiern der beiden ehemaligen Alba-Spieler Sharrod Ford und Casey Jacobsen ging es mit einem Remis (42:42) in die Halbzeit.

Bamberg nahm den Schwung mit in den zweiten Durchgang, jetzt liefen die Gäste hinterher. Allen voran Anton Gavel bereitete Probleme. Nach seinem Korb zum 46:52 (23.) wurde es gefährlich. Anders als so manches Mal zuvor überwand Alba aber die kritische Phase. Erst verkürzten Yassin Idbihi und Byars, dann traf Thompson zur erneuten Führung – 59:58 (30.),

Im Schlussviertel konnte sich keines der beiden Teams absetzen. Heiko Schaffartzik sorgte erst sechs Sekunden vor dem Ende mit zwei getroffenen Freiwürfen für den erlösenden Sieg.

BM