Basketball

Alba Berlin kassiert dritte Niederlage in Serie

Die Berliner haben mit einer 84:93-Niederlage bei den Neckar Riesen einen unerwarteten Rückschlag in der Bundesliga hinnehmen müssen.

Ernüchterung bei Alba Berlin: Nach dem erfolgreichen Start in die Saison mit vier Siegen in den ersten vier Pflichtspielen in Bundesliga und Europaliga ist das Basketballteam in seine erste Krise geschlittert.

Nach Niederlagen gegen Ulm und bei Prokom Gdynia verlor die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic am Sonnabend auch bei den Neckar Riesen Ludwigsburg mit 84:93 (72:72, 35:28) nach Verlängerung. Die Berliner fanden – wie schon zwei Tage zuvor in Polen – nie ihren Rhythmus. Kontinuität gab es nicht, die Schwankungen waren groß.

War Alba gegen Ulm und Gdynia im letzten Viertel eingebrochen, reichte diesmal die Kraft zwar 40 Minuten lang, in den zusätzlichen fünf Minuten war man jedoch 12:21 unterlegen. „In der Verlängerung kann alles passieren, vor allem, wenn man den Gegner vorher aufgebaut hat“, meinte Sportdirektor Mithat Demirel.

Programm für Alba ist stramm

Jetzt müssen sich die Berliner etwas einfallen lassen. Denn auch weiterhin ist ihr Programm stramm. Die Doppelbelastung mit nationaler Liga und europäischem Wettbewerb verlangt ihnen alles ab. Demirel sagt aber: „Das kann und darf keine Ausrede sein.“

In der kommenden Woche muss Alba erst am Donnerstag in Malaga und dann am Sonnabend in Trier antreten. Fehlen wird da auf alle Fälle Brian Randle, der sich am Fuß (Plantarsehne) verletzt hat.

Ohne ihren Distanzschützen Lucca Staiger (der ehemalige Berliner war wegen eines groben Fouls an Bayern-Spieler Tyrese Rice für eine Partie gesperrt) legten die Ludwigsburger gleich los. Alba kam schwer ins Spiel – 6:11 (6. Minute). Zwar konnte Deon Thompson (bester Werfer mit 24 Punkten) die erste Berliner Führung erzielen (12:11/8.), doch nach zehn Minuten stand es 14:18.

Berliner verloren die Konzentration

Das Auf und Ab ging weiter. Die Berliner steigerten sich, um danach die Konzentration zu verlieren – und drehten dann wieder auf. Nach einer 11:1-Serie die 25:19-Führung (16.), nach einem 0:7 erneut ein Rückstand (25:26/18.), doch ein weiterer 10:2-Lauf brachte die 35:28-Halbzeitführung. Vor allem Thompson, Yassin Idbihi und DaShaun Wood (21) punkteten.

Berlin fand keine Stabilität. Der schnellen 40:28-Führung zu Beginn des dritten Abschnitts folgte ein indiskutabler 6:19-Absturz auf 46:47. „Wenn wir geführt haben, waren wir oft zu ungenau und haben unsere Chance nicht genutzt“, bemängelte Demirel.

Jetzt waren auch die 3680 Ludwigsburger Fans wieder voller Hoffnung, auch wenn Alba mit einem 52:49 ins letzte Viertel ging. Noch konnten die Berliner dagegenhalten. Einem 59:54 folgte ein 59:62, 64 Sekunden vor Schluss hieß es 72:71 durch Wood. Ludwigsburgs Kammron Taylor hatte zwei Sekunden vor Ende die Chance zum Sieg der Riesen, aber er verwandelte nur einen von zwei Freiwürfen – Verlängerung.

Bis zum 79:79 war noch Hoffnung, aber dann trafen fast nur noch die Schwaben. Alba verwarf, machte Fehler und geriet immer mehr in Rückstand. Frustriert schlichen die Spieler in die Kabine. Es kommen unruhige Tage auf sie zu.