Basketball

Alba glaubt an Final-Spiel gegen Bamberg

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Sebastian Arlt

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Das letzte Duell verloren die Berliner zwar, sahen sich aber auf Augenhöhe mit Bamberg. Die Revanche soll im Meisterschaftsendspiel folgen.

Jeder auf seine Art: Während die Basketballprofis von Alba Berlin am Montagabend mit Freunden und Sponsoren des Klubs bei einem Bowlingabend Spaß hatten, waren die Kollegen der Brose Baskets Bamberg um diese Zeit schon seit ein paar Stunden auf Mallorca. Bei angenehmen 20 Grad „können wir optimal den Akku aufladen“, sagte Baskets-Trainer Chris Fleming. Vier Tage sind geplant, während die Berliner ihrerseits in der Stadt bleiben.

Am Sonntagnachmittag hatten sich die beiden Teams noch in der Bamberger „Stechert-Arena“ gegenübergestanden. Und nach dem 100:90-Erfolg des Titelverteidigers aus Franken am vorletzten Spieltag der Punkterunde waren sich die Beteiligten einig, dass man sich nicht zum letzten Mal in dieser Saison gesehen hat. „Wir kommen wieder“, versprach Albas Sportdirektor Mithat Demirel. Das heißt nichts anderes, als dass die beiden Erzrivalen während des für Alba am 6. Mai beginnenden Play-offs wieder aufeinandertreffen werden. Bambergs Geschäftsführer Wolfgang Heyder legte sogar noch einen drauf: „Alba ist die Mannschaft, gegen die wir wahrscheinlich die Meisterschaft verteidigen müssen.“ Umso wichtiger sei es gewesen, „ein Zeichen zu setzen“.

Doch bis zu einem potenziellen Finale Berlin gegen Bamberg ist es noch weit. Sollten die Berliner, momentan auf Rang drei liegend, auf diesem Platz bleiben, könnten sie – ein Weiterkommen im Viertel- und Halbfinale vorausgesetzt – erst im Play-off-Finale auf Bamberg treffen. Würden sie allerdings am kommenden Sonnabend noch auf Platz zwei vorrücken, könnte es, beim Überstehen des Viertelfinales, schon in der Halbfinalserie zur Neuauflage des Endspiels im vergangenen Jahr kommen.

Viertelfinale wohl gegen Würzburg

Doch das liegt in der Zukunft. „Wir schauen auf das nächste Spiel“, meinte Albas Trainer Gordon Herbert. Und das ist zum Abschluss der Punkterunde die Partie am kommenden Sonnabend gegen Braunschweig. Um noch Zweiter zu werden, muss Alba gewinnen und zugleich auf einen Sieg der Würzburger beim Überraschungszweiten Ulm hoffen. Es scheint eher wahrscheinlich, dass Alba Dritter bleibt – im Viertelfinale hieße der Gegner dann Würzburg.

Die Niederlage in der „Frankenhölle“ brachte für Alba unterschiedliche Erkenntnisse. „Bamberg hat als Mannschaft besser zusammengespielt“, bilanzierte Herbert. 22 Assists der Franken standen lediglich elf der Berliner gegenüber. Andererseits unterliefen Berlin doppelt so viele Ballverluste (14:7) wie dem Meister. Daran muss Alba arbeiten. „Nachlässigkeiten darf es hier keine geben“, forderte Albas Geschäftsführer Marco Baldi. „Wir haben ein paar Fehler zuviel gemacht.“

Dennoch ist der Herausforderer guten Mutes. „Spielerisch war kein Unterschied festzustellen“, befand Baldi. Spielmacher Heiko Schaffartzik hob auf das Positive ab: „Wir waren auf Augenhöhe.“ Wichtig sei doch nur eines: „Wir müssen sie im Juni schlagen.“ Also im Finale.