Basketball

Alba gelobt Besserung beim Spiel gegen Ulm

Gegen Gießen siegte Alba trotz Konzentrationsschwächen. Im "Endspiel" um Platz zwei am Mittwoch will das Herbert-Team von Beginn an da sein.

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Die Aussage von Marco Baldi war klar und deutlich: „Es gibt heute nur zwei gute Dinge“, erklärte der Geschäftsführer von Alba Berlin. „Zuerst, dass Ostern ist – und zweitens, dass wir gewonnen haben.“ Aber das Wie, die Art und Weise, wie der Erfolg zustande kam, konnte ihn ebenso wenig zufriedenstellen wie Coach Gordon Herbert. Nein, es war phasenweise wirklich nicht schön anzuschauen, was das Berliner Basketballteam am Ostersonntag beim 80:67 (38:38) gegen die Gießen 46ers den 9554 Zuschauern in der O2 World bot. Gegen den Abstiegskandidaten ließen die Berliner lange die nötige Einstellung vermissen. Am Ende rissen sie sich allerdings zusammen; hinzukam, dass die tapferen Gießener „müde waren und deshalb Fehler gemacht haben“, wie es ihr Trainer Jörn Harmsen ausdrückte.

Baldi hatte schon so etwas befürchtet. „Es ist immer ganz schlecht, wenn man bereits glaubt, gewonnen zu haben, bevor es losgeht.“ „Wir waren anfangs nicht konzentriert genug und haben sie wohl auch ein bisschen unterschätzt“, gab Center Yassin Idbihi (13 Punkte) ehrlich zu. Was sollte denn auch passieren? Alba hatte elf Bundesligapartien hintereinander gewonnen, die Gießener befinden sich mittendrin im Abstiegskampf (erster Absteiger ist Göttingen). Obendrein verzichteten sie auch noch auf den Einsatz ihres angeschlagenen Centers Elvir Ovcina. Und dann ein schnelles 9:2… „Ich bin enttäuscht davon, dass mein Team vor allem in der ersten Halbzeit Kampfgeist hat vermissen lassen“, meinte Herbert.

Vor der Pause hielt DaShaun Wood Alba im Spiel, der 17 seiner 21 Punkte in den ersten 20 Minuten erzielte. Nach 17 Minuten lag Berlin sogar mit 27:33 zurück, letztmals hinten war man beim 48:49 (25.). Neben dem Spielmacher trafen Kyle Weaver (15) und Bryce Taylor (13) am besten.

Die Zuschauer wurden zumindest recht gut unterhalten, weil die Partie lange spannend war, erst gut zwei Minuten vor Schluss beim 73:63 waren die Gäste endgültig besiegt. Weil es auch ziemlich emotional zuging, was durch die drei Schiedsrichter befeuert wurde, die erst viel durchgehen ließen, später aber ihre Linie vollkommen änderten. Insgesamt gab es drei technische und zwei unsportliche Fouls.

„In Ulm werden wir voll konzentriert sein“, versprach Idbihi mit Blick auf das „Endspiel“ um Platz zwei am Mittwoch. Ansonsten, da war sich Baldi ganz sicher, „kassieren wir dort eine Klatsche“.