94:70

Alba macht gegen Artland großen Schritt nach vorn

Ist Albas rätselhafte Talfahrt endlich vorbei? Bei der Partie gegen die Artland Dragons sah es ganz danach aus. Die Berliner schlugen den Tabellen-Dritten unerwartet klar. Spielmacher Wood überragte beim 94:70 mit 30 Punkten.

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Ein „richtungsweisendes Spiel“ sei die Partie gegen Quakenbrück, hatte Marco Baldi nach dem Pokal-Aus 72 Stunden zuvor gegen Braunschweig gesagt. Wenn Albas Geschäftsführer richtig lag, gibt es nur ein Fazit: Die Richtung stimmt wieder. Die Berliner, als Tabellenvierte angetreten, schlugen den Dritten, die Artland Dragons, unerwartet klar 94:70 (46:34) und spielten sich ganz offensichtlich einen guten Teil des Frusts der vergangenen Wochen von der Seele. „Das war die richtige Antwort auf das Spiel am Mittwoch“, sagte Bryce Taylor erleichtert. „Wir haben wieder besser als Team gespielt. Wir alle wollen die Saison in die richtige Richtung drehen, aber das geht nur Schritt für Schritt.“

Was auch gleich anfangs des Spiels zu spüren war. Denn das Team von Cheftrainer Gordon Herbert verlor – auch nichts Neues – gleich wiederholt den Ball. Als Alba deswegen mit 4:10 zurücklag (4.), machte sich aber in der Mannschaft eine Entschlossenheit breit, die so lange nicht mehr zu spüren war. Alba wurde bissig, erkämpfte sich in diesem ersten Viertel mit 16:4 Rebounds die Hoheit unter den Körben und wurde auch im Angriff giftiger. Die Berliner machten aus dem Sechs-Punkte-Rückstand bis zum Ende des ersten Viertel ein 20:12 – ein Lauf, bei dem sich besonders Derrick Allen und DaShaun Wood hervortaten.

Wood, am Anfang der Saison vom Coach als Albas Kapitän bestimmt, war der Wille, die Negativserie endlich zu beenden, besonders anzumerken. Er verteidigte hart, kreierte Würfe für andere – und wenn es sein musste, auch für sich. Albas Spielmacher sollte zur Halbzeit bereits 18 seiner 30 Punkte auf dem Konto haben. Nach Woods Dreier zum 33:20 (15.) sorgte Kyle Weaver an seinem 26. Geburtstag mit vier Punkten in Folge für die vorerst höchste Führung (41:27/18.).

Nach der Pause bauten Taylor (16 Punkte) Weaver (14), Allen, Marko Simonovic (beide 12) und Wood Albas Vorsprung auf 59:42 aus (26.). Quakenbrück wurde jetzt unter dem tosenden Applaus der 10845 Zuschauer demontiert.

Mit dem 89:97 am 27. Dezember im Hinspiel hatte die Talfahrt der Berliner begonnen. Am Sonnabend könnte sie geendet haben. Alba und die Dragons haben jetzt je sechs Niederlagen – bliebe es dabei, spräche für Alba der direkte Vergleich.

Weiter spielten: Würzburg–Braunschweig 72:54 (32:28), Ulm–Bremerhaven 98:71 (60:48), Göttingen–Bamberg 68:101 (31:45), Bonn–Ludwigsburg 90:78 (43:30), Trier–Hagen 89:66 (55:25), Tübingen–Oldenburg 81:77, Frankfurt–München 68:49 (37:27), Gießen–Bayreuth 83:86 (39:23).