Basketball-Bundesliga

Alba macht den ersten Schritt aus der Krise

Das war wichtig: Albas 88:69-Heimerfolg gegen Ludwigsburg stärkt das Selbstvertrauen der Berliner – nach drei Niederlagen binnen sieben Tagen. Eine spielerische Offenbarung war die Vorstellung der Hauptstädter jedoch nicht.

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Es wurde viel über Schritte gesprochen nach dem 88:69 von Alba Berlin am Donnerstagabend gegen Ludwigsburg . Das Basketballteam habe „den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht“, meinte Spielmacher DaShaun Wood. Sein Kollege Torin Francis, mit 26 Punkten der überragende Mann im Alba-Trikot, sah „einen Schritt zurück in die Spur“. Allen war die Erleichterung anzumerken, nach drei Niederlagen in Serie wieder als Sieger vom Feld gegangen zu sein. „Wir standen unter Druck, aber die Mannschaft hat eine gute Antwort gegeben“, sagte Cheftrainer Gordon Herbert.

Zu früh in Wohlfühlmodus verfallen

Die drei Niederlagen binnen sieben Tage, der Absturz vom ersten auf den vierten Rang in der Bundesliga hatten bei allen Spuren hinterlassen. „Natürlich hat uns das fürchterlich gewurmt“, meinte Flügelspieler Kyle Weaver. Die Mannschaft hatte sich von Geschäftsführer Marco Baldi vorwerfen lassen müssen, nach der Eroberung von Platz eins, nach neun Siegen hintereinander in einen Wohlfühlmodus umgeschaltet zu haben.

Die Strafe war die Niederlagenserie, Alba war in eine Krise geschlittert. Nun wollte Baldi erkannt haben: „Die Trendwende ist herbeigeführt.“ Es sollte sich allerdings niemand täuschen lassen: Denn spielerisch war es phasenweise keine Offenbarung, was das Team bot gegen eine Ludwigsburger Mannschaft, die auf dem 15. Tabellenplatz steht und gegen den Abstieg kämpft.

Ein Feuerwerk war auch nicht zu erwarten, da das Alba-Team verunsichert war. „Die Mannschaft hat nicht großartigen Basketball gezeigt, aber die Arbeitsethik hat gestimmt“, stellte Herbert fest. Das hatte er sehen wollen: Dass erst einmal gekämpft wurde bis zum Letzten. „Rausquälen und rausbeißen“ (Baldi) aus der Situation, in die sich das Team selbst gebracht hat, hieß das Gebot der Stunde.

Jetzt kann der nächste Schritt folgen, die Rückkehr zu einer auch spielerisch überzeugenden Leistung. Gelegenheit ist bereits am Sonntag (17 Uhr, O2 World) gegen Tabellenschlusslicht Göttingen. Baldi weiß aber: „Auch da gibt es keinen Schönheitspreis.“