Basketball-Eurocup

Alba darf in Podgorica verlieren - nur nicht hoch

Komfortable Ausgangssituation: Beim letzten Eurocup-Vorrundenspiel in Podgorica müsste Alba Berlin mit mindestens 18 Punkten verlieren, um das Weiterkommen noch zu gefährden. Eine Kaffeefahrt ist die Reise nach Montenegro dennoch nicht.

Foto: dpa / dpa/DPA

„Die Situation ist schon etwas komisch“, gibt Marko Simonovic, der Basketballprofi von Alba Berlin , zu und lächelt. „Eigentlich geht es doch immer darum zu gewinnen…“ Klar, die Berliner wollen auch in ihrem letzten Vorrundengruppenspiel am Dienstagabend im Eurocup bei Buducnost Podgorica siegen, aber selbst eine Niederlage hätte keine dramatischen Folgen.

Denn Alba hat den Einzug in die Top 16 (die beiden Gruppenersten sind weiter) bereits geschafft. Und nach dem 86:68 im Hinspiel gegen den montenegrinischen Meister wären die Berliner sogar bei einer Niederlage mit weniger als 18 Punkten Unterschied Gruppensieger.

Rechenspiele verboten

„Wir dürfen da gar nicht an irgendwelche Korbdifferenzen denken“, fordert Albas Trainer Gordon Herbert. „Wir wollen Gruppensieger werden.“ In der Zwischenrunde ginge es dann vom 21. Januar 2012 an gegen Rytas Vilnius (Litauen), Benetton Treviso (Italien) und ein Team aus dem Trio Balikesir (Türkei), Krasnodar (Russland) und Gran Canaria (Spanien). Sportdirektor Mithat Demirel ist sich sicher, dass auf dem Feld „kein Spieler die Konstellation im Hinterkopf hat“.

Schließlich, so Simonovic, „sind wir ja Profis.“ Für ihn ist es eine emotionale Rückkehr, schließlich spielte der 25-Jährige zuletzt drei Jahre lang bei Buducnost, war sogar Kapitän. Jetzt müssen den erwähnten Worten nur noch Taten folgen in einem Spiel, das mit großen Reisestrapazen verbunden ist.

Am Montag setzte sich der Tross bereits um 7 Uhr in Bewegung, Abfahrt in Podgorica wird Mittwoch um 5 Uhr sein. Bereits am Freitag steht in Berlin (19 Uhr, O2 World) das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Alba (Dritter) und den ausgeruhten Ulmern (Zweiter) an. „Da hat man so gut wie keine Zeit, um sich im Training auf den nächsten Gegner vorzubereiten“, erklärt Bryce Taylor, der beim 92:53 gegen Bayreuth mit 20 Punkten Albas bester Werfer war.