Auswärtssieg

Alba schwächelt in Trier wieder nach der Pause

Alba Berlin hat sich in der Tabelle der Basketball-Bundesliga oben festgesetzt. Vier Tage nach der unnötigen Niederlage im Eurocup gewann der Vizemeister knapp mit 78:74 bei TBB Trier – trotz einer altbekannten Schwäche.

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Alba Berlin bringt von der längsten Auswärtsfahrt dieser Bundesliga-Saison zwei Punkte mit. Berlins Basketballteam ließ beim TBB Trier, der von Alba-Denkmal Henrik Rödl trainiert wird und in dessen Kader fünf ehemalige Alba-Spieler stehen, in der zweiten Halbzeit wieder mal stark nach, gewann aber am Ende mit 78:74 (44:31).

Alba-Coach Gordon Herbert musste seine Startformation trotz einiger Blessuren dann doch nicht umbauen. DaShaun Wood lief nach überstandener Grippe genauso auf wie Kyle Weaver mit seinem lädierten Sprunggelenk und Bryce Taylor mit seinen Schulterproblemen. Und Alba übernahm auch gegen Rödls Trierer sofort das Kommando, führte schnell 10:4 (4.), ließ die Gastgeber dann auf 12:10 (6.) und 14:12 (8.) herankommen, setzte sich aber mit Körben von Torin Francis und Yassin Idbihi gleich wieder ab – 22:16 nach dem ersten Viertel.

Die Korbausbeute aus Nahdistanz der Berliner konnte sich durchweg sehen lassen (62 Prozent), von dort bauten Weaver und Idbihi auch die Führung auf 31:20 aus (14.). Bei Alba lief's, woran sich auch nach zwei schnellen Auszeiten von Rödl (14. und 16.) nichts änderte. Nach sechs Fehlversuchen der Berliner traf Wood dann auch Albas ersten Dreier zum 38:24 (18.) – mit 44:31 ging es in die Pause.

Der Start in die zweite Halbzeit war den Berlinern in dieser Saison bereits mehrfach missglückt. Zuletzt am vergangenen Dienstag im Eurocup beim 87:91 im polnischen Zgorzelec. Auch Trier konnte gestern auf 51:48 (25.) und dann sogar auf 59:57 (30.) verkürzen. Was unter anderem daran lag, dass Alba vorübergehend nicht energisch zum Rebound ging. Ein Dreier von Heiko Schaffartzik beruhigte die Lage (64:57/33.) vorerst wieder, aber Trier kam noch einmal auf 72:70 heran (39.). Mit Punkten von Schaffartzik und Francis rettete sich Alba dann doch noch über die Ziellinie. „Es war hart, Trier hat nicht zugelassen, dass wir spielerisch in den Rhythmus kommen“, erklärte Sportdirektor Mithat Demirel. „Wir haben uns dann den Sieg erkämpft. Das war wichtig.“