Am Freitagvormittag ging alles plötzlich ganz schnell. Erst meldeten die Brose Baskets Bamberg offiziell, dass Julius Jenkins nun einen Zweijahresvertrag beim Meister und Pokalsieger unterzeichnet hat. Kurz darauf stand auch schon dessen Nachfolger bei Alba Berlin fest: Die Berliner verpflichteten den US-Amerikaner Kyle Weaver. Der 25-jährige Guard erhält einen Vertrag für ein Jahr. Als „vielseitigen Spieler und guten Verteidiger“ charakterisiert ihn Albas Geschäftsführer Marco Baldi. Trainer Gordon Herbert hebt zudem hervor: „Er verfügt über die Fähigkeiten, Würfe sowohl für seine Mitspieler als auch für sich zu kreieren.“
Jenkins' Abgang kam für Alba nicht überraschend. „Wir waren vorbereitet“, sagt Baldi mit Blick auf den schnellen Vollzug bei der Personalie Weaver. Dass dieser jetzt der „Ersatz“ für Jenkins sei, will Baldi so nicht sehen. „Man kann die beiden nicht vergleichen. Er ist nicht so schnell wie Julius, dafür aber größer.“ Der 1,98 Meter große Weaver war an der Washington State University der überragende Mann, lieferte 2007/2008 im Schnitt 12,2 Punkte, 5,3 Rebounds und 4,3 Assists ab. 2008/2009 absolvierte er 56 Spiele in der NBA für Oklahoma City Thunder, 19 davon als Starter. 5,3 Punkte waren es in durchschnittlich 20 Minuten Spielzeit.
Das Gerüst des Teams steht
Bevor er sich in der darauffolgenden Saison verletzte, kam er noch zwölf Mal bei Thunder zum Einsatz. 2010/2011 folgten Engagements in der unter der NBA angesiedelten D-League, ein paar Wochen bei den Utah Jazz und für elf Spiele beim belgischen Europaligisten Spirou Charleroi. Dort kam er auf 7,5 Punkte im Schnitt.
Mit Weavers Verpflichtung stehe, so Baldi, „das Gerüst“ des Teams für die kommende Saison. „Wir haben jetzt die zehn vordringlichen Positionen besetzt, nun wird man sehen, wie wir uns noch sinnvoll ergänzen.“ Neben Kyle Weaver stehen jetzt DaShaun Wood, Marko Simonovic, Torin Francis, Bryce Taylor, Derrick Allen, Heiko Schaffartzik, Lucca Staiger, Yassin Idbihi und Sven Schultze unter Vertrag.
Beim Budget für Spielerverpflichtungen sei man „etwas enger gestrickt als im vergangenen Jahr“, erklärt Baldi, im Vergleich liege aber „keine Dimension“ dazwischen. Zur eigentlich erhofften Steigerung des Saisonetats scheint es bei Alba also nicht gekommen zu sein.
seb




