Basketball

Alba gleicht Finalserie gegen Bamberg aus

Alba Berlin kann weiterhin auf den neunten Meistertitel der Vereinsgeschichte hoffen. Die Berliner haben endlich wieder Heimstärke bewiesen und Bamberg 80:71 geschlagen. Nach der Niederlage zum Auftakt steht es jetzt 1:1 in der Finalserie.

Das Video konnte nicht gefunden werden.

Alba-Spieler Heiko Schaffartzik und Tadija Dragicevic stehen nach dem Sieg gegen Bamberg im Morgenpost-Fantalk

Video: BMO
Beschreibung anzeigen

16 Punkte Rückstand aufgeholt und die Scharte aus dem ersten Spiel ausgewetzt: Alba Berlin hat sich in der Finalserie um die Meisterschaft in der Basketball Bundesliga (BBL) eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Mannschaft von Trainer Muli Katzurin siegte am Mittwochabend mit 80:71 (41:42) gegen Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg. „Wir haben in der zweiten Halbzeit ganz stark verteidigt und die wichtigen Würfe getroffen. Jetzt wollen wir auch das dritte Spiel gewinnen und so die Serie drehen“, sagte Alba-Guard Julius Jenkins.

Damit gelang den Hauptstädtern in der Best-of-five-Serie der Ausgleich zum 1:1. Die „Albatrosse“ dürfen weiterhin auf den neunten Meistertitel der Vereinsgeschichte hoffen. Das dritte Endspiel findet am Samstag (20.00 Uhr/Sport1) in Bamberg statt.

Vor 12.432 Zuschauern in der heimischen Arena am Ostbahnhof waren Julius Jenkins (23 Punkte) und Miroslav Raduljica (17) die erfolgreichsten Berliner Korbwerfer. Bei Pokalsieger Bamberg konnten Casey Jacobsen und Brian Roberts (beide 16) die Niederlage nicht verhindern.

Bamberg erwischte den besseren Start und führte nach nur 100 Sekunden mit 8:0. Während die Gastgeber viel zu lethargisch agierten, zogen die Franken ihr Spielkonzept zunächst kompromisslos durch und zwangen Berlin zu Fehlern. Selbst die einfachsten Korbleger fanden nicht ihr Ziel und nach fünf Minuten lagen die Hausherren bereits 2:18 in Rückstand.

Nach dem ersten Viertel betrug Bambergs Vorsprung 14 Punkte (28:14), doch dann kippte die Begegnung. Nachdem Predrag Suput und Brian Roberts schnell ihr jeweils drittes Foul angehängt bekamen, holte Berlin angeführt von Julius Jenkins und Heiko Schaffartzik auf. Nach zehn Punkten in Serie lag Alba erstmals 35:34 vorn, zur Halbzeit führte wiederum Bamberg knapp 42:41.

„So wie am Anfang darf man Bamberg nicht spielen lassen“, sagte Berlins Geschäftsführer Marco Baldi in der Halbzeit und forderte: „Jetzt heißt es kratzen und beißen.“ Und das taten beide Teams auch, sodass sich ein enger und harter Final-Fight entwickelte, in dem es bei Gleichstand (58:58) ins Schlussviertel ging. Erst in der dramatischen Schlussphase konnten die Gastgeber die Begegnung entscheiden.

Die Brose Baskets mussten auf den zuletzt stark spielende Playmaker John Goldsberry verzichten. Der Amerikaner laboriert an einer Bänderdehnung im rechten Sprunggelenk, die er sich im ersten Finalspiel (90:76) zuzog. Sein Fehlen machte sich gerade in der zweiten Halbzeit deutlich bemerkbar.