Erinnert sich noch jemand an rauschende Basketball-Abende mit Banca Tercas Teramo, Azovmash Mariupol und Galatasaray Istanbul? Der harte Kern der Alba-Fans wohl schon; der denkt wahrscheinlich noch mit Grausen daran zurück, wie schwer diese Mannschaften im vergangenen Jahr in der ersten Eurocup-Runde zu schlagen waren. Diese Reise durch die zweite Liga des Kontinents steht dem Team von Trainer Luka Pavicevic nun wieder bevor – statt sich mit Maccabi Tel Aviv, Partizan Belgrad oder Caja Laboral Vitoria messen zu dürfen.

Der europäische Verband Uleb baute Alba zum zweiten Mal die Brücke, per Wildcard den Sprung in die Liga der Besten Europas zu schaffen. Der Berliner Klub, der als Organisator mit seinen Zuschauerzahlen und seiner Halle dorthin gehört, ist den Beweis seiner sportlichen Qualifikation dafür aber erneut schuldig geblieben. Von Pech kann dabei keine Rede sein: Nur zwei seiner sechs Spiele hat Alba gewonnen.

Schon das Erreichen der dritten Runde durch einen Verzweiflungswurf von Julius Jenkins in Vrsac in letzter Sekunde kam sehr glücklich zustande. Alba wird es überleben; der Verein ist nicht abhängig vom Erreichen der Europaliga. Aber für sein Image national wie international bedeutet dieses Scheitern einen weiteren, herben Dämpfer. Und die Konkurrenz in der Bundesliga wird erleichtert zur Kenntnis nehmen, dass der deutsche Marktführer trotz der besten finanziellen Voraussetzungen wieder keine Übermannschaft an den Start schickt.