Folgt man dem Credo von Tim Skarke, dann ahnt man bereits, welchen Aufwand der Profi von Union Berlin hinter sich hat, um beim Berliner Fußball-Bundesligisten endlich anzukommen. „Harte Arbeit wird irgendwann belohnt“, sagt der Stürmer. Der Weg, den Skarke dabei zurückgelegt hat, war nicht weniger hart.
Der gebürtige Heidenheimer steht seit Sommer 2022 bei Union unter Vertrag. Doch erst jetzt, in der Saison 2024/25, hat er seinen Platz bei den Köpenickern gefunden. Oder besser gesagt: seine Plätze. Denn sowohl unter Trainer Steffen Baumgart als auch unter dessen Vorgänger Bo Svensson pendelt Skarke zwischen Startelf und Ersatzbank.
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Allein dies darf als Erfolg bewertet werden, sind die ersten beiden Union-Jahre für den Blondschopf doch allerhöchstens als suboptimal einzustufen. „Ich bin hierhergekommen, da spielte Union in der Europa League“, erzählt Skarke, „nach einem halben Jahr wusste ich, dass ich mich ausleihen lassen muss für meine persönliche Entwicklung.“
Skarke hat seinen Vertrag bei Union Berlin verlängert
Spielpraxis statt nur Trainingsleistungen, Schalke 04 und Darmstadt 98 hatten ihm dies ermöglicht. „Dadurch bin ich ein kompakterer Spieler geworden. Das kann ich nun bei Union einbringen“, sagt der 28-Jährige. Am Sonntag im Duell beim SC Freiburg (15.30 Uhr, DAZN) steht Skarke vor seinem 26. Einsatz in dieser Spielzeit, insgesamt wäre es jedoch erst das 34. Pflichtspiel für Union.
Nicht viel für jemanden, der bereits sein drittes Jahr bei den Köpenickern absolviert. Gleichwohl wurde sein Vertrag bei Union Berlin im September vergangenen Jahres verlängert. „Es gab schon ein paar Anfragen anderer Klubs bei denen man überlegt hat“, verrät Skarke, „aber unter Svensson war die Zusammenarbeit sehr gut, er hat mir seinen Weg aufgezeigt. Da bekam ich das Vertrauen.“
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Es waren jene Momente, in denen ihm klar wurde, dass sein Weg bei Union noch nicht zu Ende sein muss. Folglich legte Skarke auch in den Übungseinheiten noch eine Schippe drauf. Nur auf einen eigenen Treffer wartet er immer noch. In der Hinrunde fiel sein vermeintlicher Siegtreffer gegen Eintracht Frankfurt (1:1) einer Abseitsstellung zum Opfer.
Skarke hat bei Union Berlin erst einen Scorerpunkt
Natürlich beschäftigt den Stürmer seine persönliche Torflaute. Doch Coach Baumgart „hat mir schon viele Laufwege aufgezeigt“, um endlich auch im Union-Trikot jubeln zu können. Sein einziger Scorerpunkt resultiert aus der Vorlage zum 1:1 beim FSV Mainz 05 durch Laszlo Benes zum Saisonauftakt.
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„Wichtig ist jedoch, dass wir im Flow bleiben, im Training die Sinne schärfen und geschlossen als Mannschaft auftreten“, sagt Skarke. Die Heimniederlage gegen Holstein Kiel (0:1), nach der gefühlt Endzeitstimmung an der Alten Försterei geherrscht hatte, hat dabei eine wichtige Rolle gespielt.
Skarke setzt auf Zusammenhalt bei Union Berlin
Der Sieg danach in Frankfurt (2:1) und das unerwartete Remis gegen Spitzenreiter Bayern München (1:1) „haben uns verdeutlicht, was wir für eine Chance gegen Kiel liegengelassen haben. Das hat uns schon nochmal ein Stück enger als Team zusammengebracht. Dass wir diesen Zusammenhalt spüren müssen. Und die Reaktion darauf war sehr, sehr gut.“
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Mit Blick auf den Klassenerhalt hilft es, diese kleine Erfolgsserie auch in Freiburg auszubauen. Denn was für Skarke gilt, gilt auch für Union Berlin im Allgemeinen: Harte Arbeit wird irgendwann belohnt.










