Dieser Sieg war enorm wichtig. Mit einem 2:1 (0:1) bei Eintracht Frankfurt hat Union Berlin ein wichtiges Lebenszeichen im Abstiegskampf gesendet. Der Berliner Fußball-Bundesligist konnte dadurch den Vorsprung von sechs Punkten auf den Relegationsplatz wahren.
„Wir haben uns den Sieg echt verdient und erarbeitet“, war Horst Heldt, Unions Geschäftsführer Profifußball, sichtlich erleichtert. Trainer Steffen Baumgart sprach davon, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit „das Herz in die Hand genommen hat“. Und für Kapitän Christopher Trimmel war der Erfolg „ein guter Schritt“, mehr jedoch nicht.
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Denn der Sog, der die Köpenicker in die Zweite Liga ziehen will, bleibt stark. Dafür haben die Punktegewinne der direkten Konkurrenz vom FC St. Pauli (1:1 In Wolfsburg), VfL Bochum (3:2 bei Bayern München) und von Holstein Kiel (2:2 gegen Stuttgart) am Sonnabend gesorgt.
Union Berlin startet ohne Benedict Hollerbach
Um den Glauben an den Klassenerhalt irgendwie zu stärken, nahm Baumgart dennoch vier Änderungen in der Startelf vor. Josip Juranovic, Janik Haberer, Tim Skarke und Andrej Ilic begannen, Tom Rothe, Wooyeong Jeong, Marin Ljubicic und Benedict Hollerbach mussten auf die Bank. Union ohne Hollerbach? Jenen Profi, der zuletzt wenigstens noch so etwas wie Gefahr vor dem gegnerischen Tor generieren konnte?
Baumgart erklärte die Reservistenrolle des in dieser Saison erfolgreichsten Stürmers (sechs Tore) wie folgt: „Es geht darum, dass wir in den letzten beiden Spielen nicht die Durchschlagskraft gehabt haben. Im Bundesligageschäft ist es so, dass der spielen sollte, bei dem der Trainer das beste Gefühl hat und der auch die beste Trainingsleistung gezeigt hat.“ Laut Statistik sei Hollerbach immer noch Unions bester Spieler, „aber in den letzten beiden Spielen hat er es nicht so gezeigt“.
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Erst in der 56. Minute kam der Wirbelwind für den erneut eher wirkungslosen Skarke auf den Platz. Bis dahin hatte Union (ohne die kurzfristig erkrankten Kevin Vogt und Kevin Volland) in bewährter Formation mit Dreierkette (Leopold Querfeld übernahm die zentrale Position), drei Mittelfeldspielern und zwei Angreifern solide agiert, jedoch auch mit gehörigen Abstimmungsproblemen im Spiel nach vorn.
Querfeld begünstigt den Rückstand für Union Berlin
Wie es um das Nervenkostüm der Köpenicker bestellt ist, offenbarte ausgerechnet Querfeld. Knappe 13 Minuten waren vorbei, als der Österreicher einen Schuss von Frankfurts Rasmus Kristensen beim Abwehrversuch direkt vor die Füße von Michy Batshuayi klärte. Der Eintracht-Stürmer brauchte nur noch zum 0:1 einzuschieben.

Sechs Minuten vor der Pause traf Querfeld bei einem Befreiungsschlag fast ins eigene Tor. Torwart Frederik Rönnow konnte den Querschläger jedoch entschärfen (39.). Immerhin: Union hatte zu diesem Zeitpunkt durch Ilic (19.) und Skarke (21.) zwei Torschüsse abgegeben. Union versuchte sich gegen diesen Sog nach unten zu stemmen.
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Dies wurde vor allem in der zweiten Halbzeit deutlich. Gegen eine Eintracht, die nach dem Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League bei Ajax Amsterdam (2:1) den ganz großen Biss gegen Union vermissen ließ, war etwas möglich. Rani Khedira tauchte plötzlich vor dem Frankfurter Tor auf, sein Querpass für Ilic war zu ungenau, im Rückraum wäre Skarke die bessere Anspielstation gewesen (50.).
Querfeld gleicht für Union Berlin aus
Eine Ecke von Christopher Trimmel brachte den Ausgleich. Die Hereingabe des Union-Kapitäns wuchtete Querfeld per Kopf zum 1:1 ins Netz (62.). Überhaupt Trimmel: Nach Wochen stand der Rechtsverteidiger mal wieder in der Startelf und zeigte nach seiner Torvorlage auch seine defensiven Qualitäten. Den Schuss des Frankfurters Hugo Ekitike grätschte er im letzten Moment weg (67.), Kristensen traf im Anschluss nur den Pfosten des Union-Tores.
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Und Union blieb am Drücker. Juranovic verfehlte nur knapp (70.), dann kam der Auftritt von Jeong. Von der Strafraumgrenze schlenzte er den Ball an Torwart Kevin Trapp vorbei ins linke Eck. Union führte 2:1 (80.). Das vermeintliche 3:1 durch Hollerbach wurde durch den Videoschiedsrichter zurückgenommen. Bei der Balleroberung am eigenen Strafraum hatte Andras Schäfer den Ball mit der Hand gespielt (87.).
Und nachdem Rönnow in der fünften Nachspielminute einen durch Danilho Doekhi verursachten Handelfmeter von Ekitike gehalten hatte, war klar: Union Berlin sendet ein Lebenszeichen im Abstiegskampf.










