Gesundheit

Immunbooster im Winter: Schwarzkümmelöl überzeugt in Studien

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Athena Riegel
Hilfe, Blähungen! Was hilft schnell?

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Blähungen sind ganz normal: Jeder Mensch pupst zwischen zehn und 20 Mal am Tag. Unangenehm sind Flatulenzen trotzdem, und manchmal können sie auch Schmerzen verursachen.

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Schon seit dem alten Ägypten wird Schwarzkümmelöl in der Heilkunde verwendet. Es gilt als entzündungshemmend, heilend und stärkend.

Auch wenn es nicht gut riecht und schmeckt gilt Schwarzkümmelöl als Wundermittel für das Immunsystem – gerade im Winter. Im Altertum auch „Gold der Pharaonen“ genannt wird es gerne als Heilmittel eingesetzt. Seine Wirkung soll vorbeugend und heilend sein. Was es mit dem Öl auf sich hat und wie man es am besten einnimmt.

Schwarzkümmelöl überzeugt in Studien

Das „Gold der Pharaonen“ wird aus den Samen des Schwarzkümmels hergestellt und stammt aus der Familie des Hahnenfußgewächses. Ursprünglich kommt es aus südasiatischen Regionen, wächst aber mittlerweile auch im Mittelmeerraum und Mitteleuropa.

Im Alten Ägypten wurde das Öl auch gerne „Gold der Pharaonen genannt“. Gewonnen wird es aus den Samen des Schwarzkümmels und wurde schon früh als Heilmittel eingesetzt. Seit Jahrhunderten hat der Schwarzkümmel seinen Platz in der Heilkunde und wurde gegen Blähungen, bei Atembeschwerden und bei Wurmbefall im Darm zerkaut.

Heute wird es auch gerne im Zusammenhang mit anderen Krankheiten eingesetzt. Mehrere Studien untersuchten die Wirkung des angeblichen Wunderöls. Dabei im Fokus: Krankheiten wie Diabetes, Hypertonie (Bluthochdruck) und Hyperlipidämie (Störung des Fettstoffwechsels). Ergebnis war: Das Öl führt zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels und des Blutdruckes, wie die Uniklinik Freiburg in einem Überblick über die Studienlage zu Schwarzkümmel zusammenfasst.

Auch im Blick auf andere Krankheiten wurde das Öl untersucht. „Studien bei Patienten mit Asthma bronchiale, Heuschnupfen und atopischem Ekzem weisen auf die antiasthmatische und antiallergische Wirkung des Schwarzkümmels hin“, schreibt Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann von der Uniklinik Freiburg.

Schwarzkümmel könnte ebenfalls bei Magen-Darm-Beschwerden helfen. Allerdings sind die dazu durchgeführten Studien noch klein, hatten wenige Testpersonen oder wurden in einem kurzen Zeitraum durchgeführt.

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Schwarzkümmelöl: Das ist die Wirkung

Der Hauptwirkstoff von Schwarzkümmel ist Thymochinon und wirkt antibakteriell. Außerdem ist das Öl entzündungshemmend. Es hat einen positiven Effekt auf fast alle Organsysteme im Körper, wenn es regelmäßig eingenommen wird.

Besonders reich ist das Öl an den Vitaminen B1, B2, B6, C und E. Außerdem hat es die guten Inhaltsstoffe Beta-Carotin, Folsäure und Biotin. Dazu kommt, dass das Schwarzkümmelöl reich an Aminosäuren und an essenziellen ungesättigten Fettsäuren, wie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist.

Sie sind an unserer Energielieferung, Unterstützung des Immunsystems, Wundheilung und Hormonbildung beteiligt. Außerdem enthält Schwarzkümmel Mineralstoffe wie Selen, Zink und Magnesium.

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Schwarzkümmelöl: So wird es eingenommen

Auch wenn Schwarzkümmel nicht unbedingt gut schmeckt, kann sich die regelmäßige Einnahme lohnen. Laut Experten sollte man das Öl am besten täglich für mindestens drei bis sechs Monate nehmen, damit man eine Wirkung hat.

Außerdem wird empfohlen, es auf nüchternen Magen einzunehmen. Das kann anfangs wegen seiner öligen Konsistenz und dem leicht bitteren und pfeffrigen Geschmack ein wenig Überwindung kosten. Alternativ kann man es auch auf nicht-nüchternen Magen einnehmen oder in den Salat mischen.

Schwarzkümmelöl: Was man beim Kauf beachten sollte

Beim Kauf von Schwarzkümmelöl sollte man darauf achten, dass es kaltgepresst ist. Da das Öl sehr empfindlich ist, hält es nach der Öffnung maximal drei Monate und sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Leider ist das Öl nicht gerade günstig und fängt je nach Hersteller bei 15 Euro die Flasche an. Kaufen kann man es zum Beispiel in Biomärkten, Reformhäusern oder bei Online-Händlern.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.