Hohe Zinsen beim Tagesgeld lohnen sich nicht automatisch, wenn die Verzinsung nach drei Monaten wieder einbricht und das Geld noch länger auf dem Konto bleiben soll. Wer seine Ersparnisse für sechs Monate parken möchte, sollte deshalb auf den Ertrag über das gesamte halbe Jahr schauen. Eine längere Zinsgarantie kann dabei sinnvoller sein als ein höherer Zinssatz, der nur für kurze Zeit gilt. Die besten Tagesgeld-Zinsen über drei Monate finden Sie in einem separaten Vergleich.

„Zahlreiche Institute garantieren ihren Neukunden mittlerweile auch über mehrere Monate gute Verzinsungen“, schreibt die Redaktion von Tagesgeldvergleich.net. Dadurch können sich Sparer hohe Zinsen länger sichern, ohne zwischendurch die Bank wechseln zu müssen. Anders als beim Festgeld bleibt das Guthaben grundsätzlich verfügbar. Welche Anlageform besser passen kann, lesen Sie auch in unserem Ratgeber: „Tagesgeld oder Festgeld: Was ist besser?“

Tagesgeld für sechs Monate: Diese Anbieter liegen im Vergleich vorn

In der Sechsmonats-Auswertung von Tagesgeldvergleich.net führt die Distingo Bank* mit 3,95 Prozent Zinsen pro Jahr für sechs Monate. Dahinter folgt die Suresse Direkt Bank* mit 3,80 Prozent. Volkswagen Bank* und BBVA zahlen jeweils 3,75 Prozent, 1822direkt* bietet 3,50 Prozent. Bei diesen Angeboten gilt der Aktionszins für das gesamte halbe Jahr.

Zum Vergleich: Der Durchschnittszins aus 94 Angeboten liegt über diesen Zeitraum aktuell bei 2,15 Prozent p. a. Weitere Angebote finden Sie auch in unserem Tagesgeld-Vergleich.

Die Konditionen der Anbieter im Überblick:

AnbieterZinssatzAktionsdauerAnschlusszins aktuellBesonderheitenGesetzliche Einlagensicherung / Länderrating
Distingo Bank3,95 % p. a.6 Monate1,95 % p. a.Aktionszins bis 250.000 Euro; Mindesteinlage 10 Euro; Steuererklärung beachtenFrankreich / A; bis 100.000 Euro
Suresse Direkt Bank3,80 % p. a.6 Monate2,25 % p. a.Aktionszins bis 250.000 Euro; erste Einzahlung innerhalb von 15 Tagen; Steuererklärung beachtenSpanien / A; bis 100.000 Euro
Volkswagen Bank3,75 % p. a.6 Monate1,00 % p. a. bei Online-KontoführungKeine Deutschland / AAA; bis 100.000 Euro
BBVA3,75 % p. a.6 Monate2,50 % p. a.Verzinstes Girokonto; Aktionszins bis 200.000 EuroSpanien / A; bis 100.000 Euro
1822direkt3,50 % p. a.6 Monate0,60 % p. a.Aktionszins bis 250.000 EuroDeutschland / AAA; bis 100.000 Euro

Konditionen: Stand 22. Oktober 2026. Die Zinssätze gelten pro Jahr, bei sechs Monaten Anlagedauer anteilig. Anschlusszinsen sind variabel. Die Sicherungsgrenze gilt pro Kunde und Bank. Länderratings gemäß der bereitgestellten Auswertung vom 19. Oktober 2026; sie bewerten den Staat, nicht die einzelne Bank.

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Tagesgeld: Knapp vier Prozent Zinsen für ein halbes Jahr

Die französische Distingo Bank* zahlt sechs Monate lang 3,95 Prozent Zinsen p. a. – und kratzt damit an der 4-Prozent-Marke. Der Aktionszins gilt für Anlagen bis zu 250.000 Euro. Die Mindesteinlage beträgt zehn Euro, die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben. Bei größeren Summen sollten Sparer die Auszahlungsgrenze beachten: Innerhalb von sieben Tagen können höchstens 50.000 Euro überwiesen werden.

Die Suresse Direkt Bank* zahlt 3,80 Prozent für bis zu sechs Monate, ebenfalls auf bis zu 250.000 Euro. Voraussetzung für den Aktionszins ist eine erste Einzahlung innerhalb von 15 Tagen nach Kontoeröffnung. Wichtig: Bei Distingo und Suresse erfolgt kein automatischer deutscher Steuerabzug. Sparer müssen ihre Zinserträge deshalb in der Anlage KAP der Steuererklärung angeben. Mehr dazu erklärt ein Experte in einem separaten Text: „Tagesgeld und Festgeld: Experte warnt vor teuren Steuerfehlern“

VW Bank und BBVA: Das sollten Sparer beachten

Die Volkswagen Bank* garantiert fürs erste Tagesgeldkonto 3,75 Prozent pro Jahr über sechs Monate. Die Kontoführung im Online-Banking ist kostenlos, die Zinsen werden monatlich ausgezahlt. Anfallende Steuern führt die Bank automatisch ab. Mehr zu dem Angebot der VW Bank lesen Sie auch in einem separaten Artikel.

BBVA zahlt ebenfalls 3,75 Prozent für sechs Monate, verzinst aber das Guthaben auf einem kostenlosen Girokonto. Der Aktionszins gilt auf bis zu 200.000 Euro. Auch hier werden anfallende Steuern einbehalten und müssen in der Steuererklärung angegeben werden.

Sparerinnen und Sparer sollten genau prüfen, ob sich die Eröffnung eines Girokontos für Tagesgeld-Zinsen lohnt.
Sparerinnen und Sparer sollten genau prüfen, ob sich die Eröffnung eines Girokontos für Tagesgeld-Zinsen lohnt.© Zacharie Scheurer/dpa-tmn | Zacharie Scheurer

Die Sparkassen-Tochter 1822direkt* bildet das Schlusslicht im Vergleich. Hier sind die 3,50 Prozent für das gesamte halbe Jahr garantiert. Das kostenlose Tagesgeldkonto verlangt keine Mindesteinlage, der Aktionszins gilt bis 250.000 Euro. Danach fällt die Verzinsung nach heutigem Stand jedoch auf den niedrigsten Zins im Vergleich von 0,60 Prozent. Wer das Guthaben länger liegen lassen möchte, sollte zum Ende der Aktion erneut vergleichen. Mehr zu dem Angebot der Sparkassen-Tochter lesen Sie in einem extra Artikel.

Für sechs Monate ist eine durchgehende Zinsgarantie vor allem dann hilfreich, wenn Sparer sich während dieser Zeit nicht um einen Kontowechsel kümmern möchten. Ein hoher Anschlusszins kann ein Vorteil sein – er bietet aber wenig Planungssicherheit. Entscheidend bleibt deshalb, wie lange der beworbene Zins tatsächlich gilt. Unser Rechner zeigt noch weitere Angebote: