Nach den rasanten Kursgewinnen im vergangenen Jahr hat sich die Stimmung am Kryptomarkt gedreht. Wer in den vergangenen Monaten auf einen steigenden Bitcoin-Kurs gesetzt hat, wurde enttäuscht. Seit Jahresbeginn hat die Kryptowährung bereits über 20 Prozent an Wert verloren. Zuletzt notiert der Kurs bei rund 68.100 US-Dollar, umgerechnet etwa 57.900 Euro (Stand: 20. Februar 2026).

„Die Geschwindigkeit des Rückgangs ist auffallend“, sagt Adrian Fritz, Analyst beim Krypto-Investmentunternehmen 21shares. Demnach vollzog sich der Absturz in einem Tempo, das selbst erfahrene Marktbeobachter überraschte.

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Kryptowährung: Warum der Bitcoin-Kurs fällt

Der Bitcoin ist zuletzt stärker unter Druck geraten. (Archivbild)
Der Bitcoin ist zuletzt stärker unter Druck geraten. (Archivbild)© dpa/dpa-tmn | Hannes P Albert

Ein wesentlicher Treiber des Kursverfalls war laut Fritz der Abbau von gehebelten Positionen. Bei Hebelprodukten setzt ein Investor ein Vielfaches seines eingesetzten Kapitals ein. Das ermöglicht überproportionale Gewinne – birgt aber ebenso überproportionale Verluste. Als der Bitcoin-Kurs fiel, wurden viele dieser Positionen aufgelöst.

„Zwangsliquidationen dieser Positionen trieben den Kurs nach unten, bevor die bestehende Nachfrage am Spotmarkt eine Stabilisierung bringen konnte“, so Fritz. Aber das war nicht der einzige Auslöser.

Bitcoin
Der Kurs beim Bitcoin fällt – ein Profi ordnet die Hintergründe ein. © AFP | SEBASTIEN BOZON

Dazu kommen belastende makroökonomische Faktoren. Neue Zinserwartungen und Unsicherheiten bei Aktien aus dem Technologiesektor setzen Risikowerte unter Druck – und Kryptowährungen gelten an den Märkten als besonders risikoreich. Der Ausverkauf bei Bitcoin sei damit auch ein Spiegel der allgemeinen Nervosität an den Finanzmärkten.

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Bitcoin: Wie tief fällt der Preis noch? Profi nennt Kurs

Die entscheidende Frage lautet nun: Handelt es sich um eine vorübergehende Korrektur – oder um eine grundlegendere Veränderung der Marktstruktur? Fritz sieht Bitcoin aus langfristiger Perspektive derzeit in einer Zone, „die historisch für den weiteren Verlauf des Gesamtzyklus wichtig ist“.

Klare Antworten gibt es noch nicht. „Aktuell scheint der Markt in einer Phase der Neubewertung zu stecken“, erklärt der Experte. Sollte der Kurs das aktuelle Niveau nicht halten, droht laut Fritz ein Bären-Szenario mit einer möglichen Korrektur in den Bereich von 55.000 bis 60.000 US-Dollar.

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Bitte beachten:

Aktien, Immobilien und andere Investments sind grundsätzlich mit einem Risiko verbunden. Auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Ebenso können Kredite eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen. Verbraucher sollten ihre finanzielle Situation sorgfältig prüfen und alle Kosten gründlich durchrechnen. Die veröffentlichten Artikel, Daten und Prognosen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten und ersetzen keine fachliche Beratung.

Wann bei Bitcoin einsteigen? Das machen Profi-Anleger

Diese Marke ist für Anleger mehr als ein statistischer Richtwert. Sie fungiert als Trennlinie zwischen Risiko und Geduld.
Liegt der Bitcoin-Kurs deutlich über dem realisierten Preis und dem 200-Wochen-Durchschnitt, steigen viele Investoren nur noch zögerlich ein – die Gefahr eines Rückschlags ist erhöht. Nähert sich der Kurs dieser Zone von oben, wird es für langfristig orientierte Anleger interessant. Der Grund: In diesem Bereich haben die meisten Investoren ihre Coins gekauft.

Fällt der Kurs darunter, geraten viele ins Minus – Verkäufe nehmen zu. Hält die Marke jedoch, signalisiert das Stabilität. Historisch folgten auf solche Phasen oft längere Erholungen. Kurz gesagt: Kein Startschuss für schnelle Gewinne – aber ein möglicher Einstiegsbereich für Geduldige.

Ob Bitcoin seinen Boden bereits gefunden hat oder ob weitere Turbulenzen bevorstehen, dürften die kommenden Wochen zeigen. Die Kryptomärkte haben solche Phasen in der Vergangenheit mehrfach erlebt – und überstanden. Doch wer in Bitcoin investiert ist, braucht dieser Tage vor allem eines: starke Nerven.

Quellen:

Marktkommentar von Adrian Fritz, Chief Investment Strategist bei 21shares im Februar 2026