• Warum Banken vermehrt auf digitale Karten setzen und was das für Ihre Geldbörse bedeutet
  • So kann Bargeldabheben möglicherweise auch mit einer Karte funktionieren, die Sie nicht in der Hand halten
  • Was virtuelle Kreditkarten wirklich leisten und wo ihre Grenzen liegen

Virtuelle Bankkarten sind in der Regel mit einer Smartphone-App verknüpft – in Deutschland vor allem mit Apple Pay oder Google Pay. Der Grundgedanke: Statt physisch Platz im Geldbeutel zu beanspruchen, werden die Karten digital hinterlegt und direkt über das Smartphone zum Bezahlen genutzt. Auch Kreditkarten sind inzwischen in virtueller Form erhältlich. Banken wie die N26 werben aktiv mit ihrer digitalen Kreditkarte. Moderne Finanzdienstleister wie Trade Republic bieten die physische Kreditkarte sogar nur noch gegen einen Aufpreis an.

Eine virtuelle Bankkarte funktioniert dabei im Grunde wie eine gewöhnliche Kreditkarte: Verbraucher können damit bezahlen und an manchen Automaten sogar Geld abheben. Dafür benötigen sie allerdings ein eigenes Endgerät – also ein Smartphone, eine Smartwatch oder einen Smartring.

Juni 2025: Virtuelle Kreditkarten im Vergleich

Die eine perfekte Kreditkarte für alle gibt es nicht. Ob sich eine Karte für jemanden eignet, hängt von den individuellen Bedürfnissen und dem geplanten Nutzungsverhalten ab. Die Auswahl virtueller Kreditkarten ist derzeit noch überschaubar – meist handelt es sich dabei um Prepaid-Kreditkarten zum Aufladen oder Debit-Kreditkarten in Kombination mit einem Girokonto. Beide Kartenarten bieten keinen Kreditrahmen.

Trade Republic: Digitale Visa Debitkarte mit Cashback

Die Kreditkarte von Trade Republic.
Virtuelle Kreditkarte mit 1 % Cashback: Trade Republic verzinst Guthaben und setzt auf App-basierte Kontoführung.© Trade Republic | Screenshot
Jahresgebührkeine
KreditkartenartDebit (Visa)
Nutzbar überApple Pay und Google Pay
Zahlen im Inlandkostenlos, wenn NFC akzeptiert wird
Zahlen im Auslandkostenlos, wenn NFC akzeptiert wird
Bargeld abheben im Inlandim Einzelhandel möglich
Bargeld abheben im Auslandteils Einzelhandel oder Geldautomat über NFC
Cashback1 % Saveback in einen Sparplan
Versicherungkeine
Optional physische Kreditkarteja, mit einmaliger Gebühr

Der Finanzdienstleister Trade Republic ist vielen als Plattform für den Handel mit Wertpapieren bekannt – bietet inzwischen aber auch Zahlungskarten und ein Girokonto an. Neben einer Kreditkarte umfasst das Angebot ein verzinstes Girokonto mit aktuell zwei Prozent Zinsen. Mit diesem Konto ist auch die Debitkarte verknüpft. Die virtuelle Debitkarte gibt es kostenlos, während für die physischen Varianten – die Classic- und die edle Mirror-Karte – einmalige Kosten von 5 beziehungsweise 50 Euro anfallen.

Ab 100 Euro können Nutzer beliebig oft Bargeld an allen Geldautomaten mit Visa-Akzeptanz abheben. Wer häufig Bargeld abhebt, sollte aber eine der beiden physischen Visakarten nutzen: Bisher ist das Bargeldabheben mit virtuellen Kreditkarten nur an wenigen Geldautomaten möglich.

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1 % Saveback

Trade-Republic-Card

Optional auch als physische Debitkarte

N26 setzt auf digital: Virtuelle Mastercard mit Einschränkungen

N26 bietet eine virtuelle Mastercard ohne Jahresgebühr – physische Karten gibt es nur gegen Aufpreis.
N26 bietet eine virtuelle Mastercard ohne Jahresgebühr – physische Karten gibt es nur gegen Aufpreis.© N26 | Screenshot

Die N26-Bank bietet zum Girokonto „Standard“ kostenlos eine virtuelle Debitkarte an. Eine physische Mastercard kostet einmalig zehn Euro. Damit ist die N26 eine der wenigen Banken, die zum kostenlosen Standardkonto keine kostenfreie physische Bankkarte mehr anbietet. Wer oft Bargeld am Automaten abheben möchte, sollte sich eine physische Karte mitbestellen – oder sich für einen anderen Dienstleister entscheiden.

Jahresgebührkeine
KreditkartenartDebit (Mastercard)
Nutzbar überApple Pay und Google Pay
Zahlen im Inlandkostenlos, wenn NFC akzeptiert wird
Zahlen im Auslandkostenlos, wenn NFC akzeptiert wird
Bargeld abheben im Inlandim Einzelhandel möglich
Bargeld abheben im Auslandteils Einzelhandel oder Geldautomat über NFC
CashbackNein
VersicherungNein
Optional physische Kreditkarteja, mit 10 Euro Einmalgebühr

Auch das Girokonto „Smart“ der C24 Bank ist ohne regelmäßigen Geldeingang kostenfrei. Neben einer virtuellen Mastercard gibt es hier aber eine physische Debitkarte und optional sogar eine Girokarte (EC-Karte) kostenlos dazu.

bunq im Check: Wie sinnvoll ist die virtuelle Prepaidkarte?

Die virtuelle Prepaid-Karte von bunq eignet sich auch ohne Girokonto – physische Karte optional erhältlich.
Die virtuelle Prepaid-Karte von bunq eignet sich auch ohne Girokonto – physische Karte optional erhältlich.© bunq | Screenshot

Bunq ist uns schon im Vergleich der besten Kreditkarten von Mastercard begegnet. Der Finanzdienstleister bietet Prepaid- und Debitkarten zu verschiedenen Bankkonten an. Wer kein Girokonto eröffnen möchte, kann mit der „Easy Card“ auch nur die virtuelle Prepaidkarte beziehen. Im Unterschied zu anderen Anbietern setzt Bunq bis auf die Jahresgebühr keine weiteren Kosten für eine physische Karte an und eignet sich daher auch für eine Kreditkarte ohne Schufa.

Jahresgebührkeine
KreditkartenartPrepaid
Nutzbar überApple-, Google- und Fitbit-Pay
Zahlen im Inlandkostenlos, wenn NFC akzeptiert wird
Zahlen im Auslandkostenlos, wenn NFC akzeptiert wird
Bargeld abheben im Inlandim Einzelhandel möglich
Bargeld abheben im Auslandteils Einzelhandel oder Geldautomat über NFC
CashbackNein
VersicherungNein
Optional physische Kreditkarteja, kostet 9,99 Euro pro Jahr

Die Bunq-Kreditkarte teilt allerdings den großen Nachteil aller virtueller Kreditkarten: Auszahlungen am Geldautomaten sind meist nicht möglich. Zudem akzeptiert nicht jeder Händler das kontaktlose Bezahlen über die Nahfeldkommunikation NFC. Für Kunden ist es daher sinnvoll, immer eine physische Bankkarte oder Bargeld mit sich zu führen. Die meisten Direktbanken bieten zu ihren Girokonten eine Debitkarte mit virtueller Integration in Apple Pay oder Google Pay an.

Auch als Einwegkarte: Die Kreditkarte von Revolut

Revolut im Vergleich: Virtuelle Debitkarte ohne Jahresgebühr

Virtuelle Einwegkarte inklusive: Revolut setzt bei Kreditkarten auf Sicherheit und App-Steuerung.
Virtuelle Einwegkarte inklusive: Revolut setzt bei Kreditkarten auf Sicherheit und App-Steuerung.© Revolut | Screenshot

Die virtuelle Kreditkarte von Revolut ist an ein Girokonto der Bank geknüpft. Das Standardkonto ist bedingungslos kostenlos: Verbraucher müssen also keine Voraussetzungen, wie einen monatlichen Geldeingang in Höher einer bestimmten Summe, erfüllen. Revolut-Kunden können allerdings nicht beeinflussen, ob sie eine Mastercard- oder Visa-Debitkarte bekommen. Das kann Nutzer mit einer bestimmten Präferenz abschrecken.

Jahresgebührkeine
KreditkartenartDebit
Nutzbar überApple Pay und Google Pay
Zahlen im Inlandkostenlos, wenn NFC akzeptiert wird
Zahlen im Auslandkostenlos, wenn NFC akzeptiert wird
Bargeld abheben im Inlandim Einzelhandel möglich
Bargeld abheben im Auslandteils Einzelhandel oder Geldautomat über NFC
CashbackNein
VersicherungNein
Optional physische Kreditkarteja, einmalig 7,99 Euro

Eine Besonderheit von Revolut ist die Möglichkeit der virtuellen Einwegkarte: Diese ist für den einmaligen Gebrauch bestimmt und generiert neue Kartennummern für unterschiedliche Verwendungen. Die Einweg-Kreditkarte dient aber nur zum Bezahlen in Läden oder Online-Shops – Bargeldauszahlungen sind damit nicht möglich.

Revolut hat seinen Hauptsitz in London. Die Revolut Bank UAB, die für die Bankdienstleistungen zuständig ist, sitzt dagegen in Litauen. Die Bankkonten fallen daher unter die Einlagensicherung des Landes: Einlagen sind aber auch hier bis zu 100.000 EUR pro Kunde versichert.

ING: Physische Karte inklusive – virtuell einsatzbereit über Apple & Google Pay

Die ING kombiniert physische Visa-Debitkarte mit virtueller Integration in Apple und Google Pay.
Die ING kombiniert physische Visa-Debitkarte mit virtueller Integration in Apple und Google Pay.© ING | Pressebild

Wie die Debitkarten der Commerzbank und der comdirect oder die Debitkarte der Targobank ist auch die ING-Debitkarte kostenlos beim Girokonto der Bank inbegriffen.

Jahresgebührkeine
KreditkartenartDebit
Nutzbar überApple Pay und Google Pay
Zahlen im Inlandkostenlos
Zahlen im Auslandkostenlos in der EU, 1,99 % in Fremdwährung
Bargeld abheben im Inlandkostenlos ab 50 Euro
Bargeld abheben im Auslandkostenlos ab 50 Euro, 1,99 % in Fremdwährung
Cashbackbis zu 15 % über DealWise
VersicherungNein
Optional physische Kreditkarteinklusive

Im Unterschied zur N26-Bank mit der rein virtuellen Karte bekommen Kunden bei der ING eine physische Karte, die sie später als virtuelle Visa-Kreditkarte in Apple Pay oder Google Pay hinterlegen können. Es ist also keine rein virtuelle Kreditkarte wie etwa bei Trade Republic. Das Girokonto der ING ist zudem erst ab 1000 Geldeingang pro Monat und für Nutzer unter 28 Jahren kostenlos.

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Debitkarte

Visacard der ING

Physisch und virtuell

Ein Tipp: Sie sind auf der Suche nach einer Kreditkarte? Mit unserem Vergleichsrechner können Sie erste Angebote finden:

Virtuelle Kreditkarten im Vergleich: Diese Vor- und Nachteile sollten Sie kennen

Die Vor- und Nachteile der virtuellen Kreditkarte ähneln den Vor- und Nachteilen der regulären Kreditkarte. Spezifische Merkmale der virtuellen Karten betreffen allerdings das Thema Sicherheit oder die Schwierigkeit, Bargeld an einem Automaten abzuheben. Kunden sollten dies bei der Auswahl einer Mastercard- oder Visa-Kreditkarte berücksichtigen.

Vorteile der virtuellen Kreditkarten:

  • Sicherheit: Virtuelle Kreditkarten bieten ein hohes Maß an Sicherheit: Weil sie nicht physisch existieren, können sie auch nicht gestohlen werden oder verloren gehen. Zudem sind sie oft nur für eine begrenzte Anzahl von Transaktionen oder über einen bestimmten Zeitraum hinweg gültig, was das Betrugsrisiko weiter minimiert.
  • Einfache Verwaltung: Die Verwaltung virtueller Kreditkarten ist unkompliziert. Nutzer können Karten schnell und einfach über Online-Banking-Plattformen oder mobile Apps erstellen und löschen. Das macht es einfacher, separate Karten für verschiedene Zwecke zu verwenden – zum Beispiel für Abonnements oder einmalige Online-Käufe.
  • Flexibilität: Virtuelle Kreditkarten sind flexibel und weltweit für Online-Einkäufe nutzbar. Sie bieten die gleiche Akzeptanz wie physische Kreditkarten.
  • Kostenkontrolle: Mit virtuellen Kreditkarten können Nutzer ihre Ausgaben besser kontrollieren. Da sie oft mit individuellen Limits ausgestattet sind, lässt sich das Budget leichter überwachen. So können Kunden reagieren, bevor sie ihr Limit überziehen.

Nachteile der virtuellen Kreditkarten:

  • Eingeschränkte Nutzung: Virtuelle Kreditkarten können nicht für jede physische Transaktion verwendet werden. Sie eignen sich weniger zum Bargeldabheben und werden nur in Läden akzeptiert, wo das kontaktlose Bezahlen mittels NFC möglich ist.
  • Akzeptanzprobleme: Obwohl virtuelle Kreditkarten online weit verbreitet sind, akzeptieren einige – oft lokale – Händler sie unter Umständen nicht. Dies kann insbesondere bei internationalen Transaktionen oder weniger bekannten Anbietern der Fall sein.
  • Technische Abhängigkeit: Nutzer virtueller Kreditkarten sind auf die Funktionalität ihrer Banking-Apps und Online-Plattformen angewiesen. Technische Probleme oder Wartungsarbeiten können den Zugriff auf die Karte beeinträchtigen.
  • Fehlender physischer Ersatz: Da virtuelle Kreditkarten keinen physischen Ersatz haben, können Nutzer bei Verlust oder Diebstahl ihres Smartphones Schwierigkeiten haben, auf ihre Karten zuzugreifen. Eine physische Karte kann in solchen Fällen als Backup dienen.

Unser Tipp: Nutzer virtueller Kreditkarten sollten immer ein oder zwei physische Bankkarten zusätzlich und eine gewisse Menge an Bargeld im Geldbeutel haben. Vor allem kleine Händler oder Behörden akzeptieren oftmals nur Bargeld oder die Zahlung mit der Girokarte (EC-Karte).

Bezahlt wird per Smartphone: Virtuelle Kreditkarten gewinnen im Alltag an Bedeutung.
Bezahlt wird per Smartphone: Virtuelle Kreditkarten gewinnen im Alltag an Bedeutung.© dpa | Jens Büttner

Virtuelle Kreditkarten: Diese Kosten und Gebühren sollten Sie kennen

Eine virtuelle Kreditkarte von Mastercard oder Visa ist im Allgemeinen günstiger als die physische Variante. Wichtig ist dabei allerdings, zwischen rein virtuellen Bankkarten und physischen Debitkarten mit App-Integration zu unterscheiden: Im ersten Fall gibt es keine physische Visa- oder Mastercard-Kreditkarte zur virtuellen Karte dazu. Im zweiten Fall ist die virtuelle Kreditkarte als Ergänzung zur bestehenden Giro- oder Kreditkarte gedacht. Gebühren können allerdings bei beiden Kreditkarten-Typen anfallen.

  • Jahresgebühr: Einige Anbieter setzen eine Jahresgebühr für die Nutzung der virtuellen Kreditkarte an. Diese kann aber niedriger ausfallen als bei physischen Kreditkarten, da keine Herstellungskosten für die Bankkarte anfallen.
  • Einrichtungsgebühr: Manche Anbieter verlangen eine einmalige Gebühr für die Ausstellung der virtuellen Kreditkarte. Diese deckt die administrativen Kosten und kann je nach Anbieter variieren.
  • Transaktionsgebühren: Bei der Nutzung der virtuellen Kreditkarte können Transaktionsgebühren anfallen, insbesondere bei Auslandszahlungen oder Währungsumrechnungen. Diese Gebühren können pauschal gelten oder sich auf einen bestimmten Prozentsatz des Transaktionsbetrags belaufen.
  • Aufladegebühren: Wenn es sich um eine Prepaid-Kreditkarte handelt, können Aufladegebühren anfallen. Diese sind in der Regel pauschal festgelegt oder machen einen prozentualen Anteil des Aufladebetrags aus. Teilweise unterscheiden sie sich auch je nach Einzahlungsart.
  • Gebühren für Bargeldabhebungen: Da virtuelle Kreditkarten in der Regel nicht für Bargeldabhebungen verwendet werden können, sind solche Gebühren selten relevant. Fallen Gebühren an, können diese allerdings sehr hoch sein.

Die Gebührenstruktur ist bei einem Vergleich der besten Kreditkarten immer ein entscheidendes Kriterium. Vor allem bei Revolving-Kreditkarten mit Kreditrahmen sollten Verbraucher genau hinschauen. Neben den üblichen Gebühren für Nutzung und Co. können hier auch Zinsen für die Inanspruchnahme des Kreditlimits anfallen. Bei virtuellen Bankkarten sind die Gebühren generell aber häufig überschaubarer, da die Karten für bestimmte Leistungen wie Bargeldabhebungen nicht vorrangig infrage kommen.

Was ist der effektive Jahreszinssatz?

Der effektive Jahreszins, auch bekannt als effektiver Jahreszinssatz oder Effektivzins, ist eine wichtige Kennzahl im Finanzwesen. Sie dient dazu, die tatsächlichen Kosten eines Kredits oder einer Kreditkarte pro Jahr in Prozent auszudrücken. Dieser Zins berücksichtigt alle Kosten, die bei der Inanspruchnahme des Kreditrahmens anfallen. Je höher der Effektivzins, desto höher auch die Gesamtkosten. Die Kennzahl bietet somit eine transparente Grundlage, um verschiedene Kreditkartenangebote zu vergleichen.

Finanzdienstleister sind gesetzlich dazu verpflichtet, den Effektivzins in ihren Vertragsunterlagen anzugeben. Verbraucher finden ihn entweder auf der Website oder im Preis-Leistungs-Verhältnis. Kreditkarten ohne eine fixe Jahresgebühr beinhalten oft einen höheren Jahreszins als gebührenpflichtige Produkte. Wer Teilzahlung oder Zahlpausen häufiger in Anspruch nimmt, sollte bei der Auswahl der Kreditkarte den Effektivzins im Blick haben.

So schnell landet die virtuelle Kreditkarte im Wallet

Die Ausstellung einer virtuellen Kreditkarte erfolgt im Vergleich zur regulären physischen Bankkarte meist schneller und einfacher. Kunden können sie nach der Kontoeröffnung innerhalb weniger Minuten über die Banking-App beantragen. Welche Schritte sie dabei erwarten, lesen Sie in unserem Leitfaden für den Kreditkarten-Antrag.

Da die Finanzdienstleister bei einer virtuellen Kreditkarte weder Karte noch Pin-Nummer verschicken müssen, ist der Prozess in der Regel schnell und unkompliziert. Diese Geschwindigkeit macht virtuelle Kreditkarten besonders attraktiv.

PayPal vs. virtuelle Kreditkarte: Wo liegt der Unterschied?

Der Zahlungsdienstleister Paypal ist keine virtuelle Kreditkarte, sondern eine Alternative dazu. Es handelt sich hierbei um ein Online-Zahlungssystem, mit dem Nutzer Geld senden und empfangen oder online einkaufen können, ohne Kreditkarteninformationen weiterzugeben. Sie können ihre Bankkonten oder physischen Kreditkarten mit ihrem Paypal-Konto verknüpfen und Zahlungen so sicher und schnell durchführen.

Paypal bietet auch virtuelle Zahlungen an, ist aber keine virtuelle Kreditkarte.
Paypal bietet auch virtuelle Zahlungen an, ist aber keine virtuelle Kreditkarte.© Felix Kästle/dpa | Felix Kästle

Bargeld mit virtueller Karte: Was wirklich funktioniert

Das ist häufig nicht möglich, denn virtuelle Kreditkarten sind hauptsächlich für Online-Transaktionen konzipiert und existieren nicht in physischer Form. Eine Ausnahme sind Geldautomaten, bei denen das Geldabheben über NFC funktioniert. Solche Automaten gibt es in Deutschland aber nicht überall. Eine Möglichkeit, an Bargeld zu kommen, ist der Weg über die Einzelhändler. Läden wie Lidl, DM und Co. bieten eine kostenlose Bargeldauszahlung allerdings erst ab einem bestimmten Einkaufwert an.

So können Kunden gegebenenfalls Bargeld mitnehmen, wenn sie in einem der Läden kontaktlos mit ihrer virtuellen Kreditkarte bezahlen. Wichtig: Die Möglichkeit zur Bargeldauszahlung mit Kreditkarten variiert je nach Supermarktkette. Die meisten Märkte akzeptieren nur Girocards.

Fazit: Diese Optionen ersetzen die virtuelle Kreditkarte sinnvoll

Neben der physischen Kreditkarte bietet der Markt mit Paypal, Paydirekt und Zahlungsdienstleistern wie Klarna viele Möglichkeiten zur sicheren Bezahlung. Ob es dafür auch noch eine virtuelle Kreditkarte braucht, ist fraglich. An Bargeld kommen Verbraucher mit einer virtuellen Kreditkarte nur schwierig heran, zudem akzeptiert besonders der lokale Handel diese Bankkarten nicht flächendeckend. Auch im Ausland kann es problematisch werden – vor allem, wenn das kontaktlose Bezahlen über NFC in einem Land nicht überall verfügbar ist. Wer sich für eine rein virtuelle Kreditkarte entscheidet, sollte daher immer mindestens eine alternative Zahlungsmethode mit sich führen.

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