„Wenn ich groß bin, will ich so werden wie du, Mama!“ Dieser Satz ihrer Tochter war für Sonja Ruess ein Schock. Was zunächst nach einem herzerwärmenden Moment klingt, brachte bei der heute 41-jährigen Sexologin viel ins Rollen. Ihr erster Gedanke: „Oh Gott, bitte nicht!“ Der Grund: „Ich wollte nicht, dass meine Kinder genauso werden wie ich damals – mit wenig Selbstvertrauen, unzufrieden und ohne echten Bezug zu meiner Weiblichkeit und Sexualität.“
Für viele Frauen ist die Rolle der Mutter eine der größten Herausforderungen ihres Lebens. Sie möchten für ihre Kinder das Beste – so auch Ruess. Der Gedanke, dass ihre beiden Töchter einmal so werden wie sie, war dabei das Gegenteil von „das Beste“. Aber wie gelingt es Müttern, in einem stressigen Alltag nicht nur ihren Kindern ein gutes Vorbild zu sein, sondern auch mit sich selbst zufrieden zu sein, für sich einzustehen und dem Nachwuchs zu vermitteln, wie gesunde Beziehungen funktionieren? Was braucht es, damit die eigenen Kinder einmal stark und zufrieden leben?






