• „Gentle Parenting“ verspricht eine achtsame, bindungsorientierte Erziehung
  • Doch was, wenn es doch mal so richtig kracht?
  • Ein Erziehungswissenschaftler erklärt die Stärken und Grenzen dieser Erziehung

In sozialen Netzwerken kursieren unter Hashtags wie #bedürfnisorientierteerziehung oder #gentleparenting unzählige Videos: Was tun, wenn das Kind einen schlägt? Wie reagiert man auf einen Wutanfall? Wie entschuldigt man sich als Elternteil, wenn man laut geworden ist? Dahinter steckt ein moderner Erziehungsstil – ein Gegenentwurf zur klassischen autoritären Linie. „Achtsam“, „bindungsorientiert“ oder „sanft“ – so wird dieser Ansatz beschrieben. Fachlich spricht man vom autoritativen Erziehungsstil: Eltern zeigen Verständnis und Wärme, setzen aber zugleich klare Grenzen.

Aber ist das nun der richtige Ansatz für die Erziehung? Die Unsicherheit ist groß. Kein Wunder, findet Erziehungswissenschaftler Sebastian Engelmann von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe: Die Meinungen über Erziehung gehen weit auseinander, befördert durch hunderte Ratgeber und Tipps auf Instagram und Co. Was er Eltern rät, verrät er im Gespräch mit dieser Redaktion.

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