Kaum hat man mit dem Essen begonnen, drehen sich die Gedanken bereits um die nächste Mahlzeit – ein Problem, das viele vermutlich kennen. Für dieses ständige innere Kreisen gibt es sogar einen Begriff: Food Noise. „Das ist ein populärwissenschaftlicher Begriff, der aber eine wissenschaftliche Grundlage hat“, sagt Dr. Matthias Riedl. „Wir haben so viel Lärm im Kopf, so viele Gedanken rund ums Essen, dass es unseren Alltag, unsere sozialen Kontakte und die Arbeitsfähigkeit einschränken kann.“
Durch diese permanente gedankliche Beschäftigung mit Essen entsteht bei vielen Betroffenen eine spürbare innere Unruhe. „Da geht es immer wieder um die Frage: Wo bekomme ich was zu essen her, auch wenn ich gerade was gegessen habe?“, erklärt Riedl. Auf Dauer entsteht so ein Kreislauf aus Essen, Nachdenken über Essen und erneuter gedanklicher Planung. Ein Muster, das nicht nur Energie kostet, sondern auch das Verhältnis zum eigenen Körper und zu einer gesunden Ernährung nachhaltig beeinflussen kann. Was die ersten Anzeichen sind und wie man diesen Teufelskreis durchbricht, erklärt der Ernährungsmediziner hier.





