Manchmal genügen winzige Auslöser, und schon ist unsere Geduld am Limit. Das graue Wetter, Kälte und ein stressiger Alltag treiben unsere Reizbarkeit in die Höhe. Doch das muss nicht sein: Wie eine Studie zeigt, könnte ein bestimmtes Nahrungsergänzungsmittel Aggressionen um bis zu 30 Prozent verringern. Das Besondere daran: Es ist nicht nur leicht erhältlich, sondern zeigte seine Wirkung sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern.
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Omega-3-Fettsäuren senken Aggression laut neuer Studie deutlich
Schon lange wissen Wissenschaftler, wie eng Ernährung und Gehirnfunktion zusammenhängen. Die 2024 veröffentlichten Ergebnisse eines Forscherteams der Pennsylvania State University gelten jedoch bis heute als bahnbrechend. Omega-3-Fettsäuren könnten unser geistiges und körperliches Wohlbefinden verbessern und aggressives Verhalten um bis zu 30 Prozent reduzieren. Die Forscher werteten für ihre Metaanalyse 29 kleinere, randomisierte Studien mit knapp 4000 Teilnehmern aus.

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Studienautor und Neurokriminologe Adrian Raine berichtet, die Reduzierung der aggressiven Verhaltensweisen lasse sich in allen analysierten Studien, unabhängig vom Alter, Geschlecht, medizinischer Diagnose sowie Dauer und Dosierung der Behandlung, beobachten. „Ich denke, es ist an der Zeit, Omega-3-Supplementierung zur Reduzierung von Aggressionen einzusetzen, unabhängig davon, ob es sich um die Gemeinde, die Klinik oder das Strafrechtssystem handelt“, wird Raine in einer Pressemitteilung zitiert.
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Die Effekte der Therapie waren dabei sowohl bei Kindern unter 16 Jahren als auch bei Erwachsenen zwischen 50 und 60 Jahren messbar. Im Schnitt erstreckten sich die untersuchten Studien über 16 Wochen. Laut der Metaanalyse können alle Menschengruppen von den Omega-3-Säuren profitieren. Zudem verringerte die Einnahme sowohl „reaktive“ Aggression (spontane Wutausbrüche) als auch „proaktive“ Aggression (geplantes, zielgerichtetes aggressives Verhalten).
„Omega-3 ist kein Allheilmittel, das das Problem der Gewalt in der Gesellschaft vollständig lösen wird. Aber kann es helfen? Aufgrund dieser Ergebnisse sind wir fest davon überzeugt, dass es das kann, und wir sollten anfangen, die neuen Erkenntnisse umzusetzen“, betont der Studienautor. Eltern aggressiver Kinder rät er: Ein bis zwei zusätzliche Portionen Fisch pro Woche, ergänzend zur normalen Therapie, könnten bereits hilfreich sein.
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Wie das US-Forscherteam berichtet, seien größere Studien über längere Zeiträume nötig, um die vielversprechenden Ergebnisse zu untermauern. Allerdings zeigen die aktuellen Erkenntnisse bereits, welche positive Wirkung Omega-3-Fettsäuren auf unser Gehirn haben können.











