• Zweifel an seiner Beziehung zu haben, ist nicht ungewöhnlich
  • Doch wenn aus einem kurzen Grübeln ein dauerhafter innerer Konflikt entsteht, wird es ernst
  • Ein Diplom-Psychologe warnt vor vier Anzeichen

Zweifel gehören zu jeder Beziehung. Gefühle verändern sich, Gewohnheiten setzen sich fest, der Alltag frisst Romantik. Dann steht plötzlich eine Frage im Raum: Passt das zwischen mir und meiner Partnerin oder meinem Partner noch? Für viele bleibt es bei diesem kurzen Innehalten. Doch bei manchen wird aus der Frage ein Dauerzustand: ein inneres Kontrollprogramm, das Tag für Tag prüft, ob die Liebe „echt“ ist, ob der Partner der „richtige“ ist, ob die Beziehung „gut genug“ ist.

Diplom-Psychologe Jürgen Junker aus Aschaffenburg erklärt, dass hinter solchen dauerhaften Beziehungszweifeln manchmal mehr steckt als bloße Unsicherheit – mitunter kann dahinter eine psychische Störung stecken. Klar ist nicht jeder Zweifel gleich ein Krankheitszeichen. Im Gegenteil – Zweifel an der Beziehung sind grundsätzlich normal und können sogar hilfreich sein, weil sie dazu zwingen, genauer hinzuschauen: Was brauche ich? Was fehlt? Was tut uns gut? Doch was ist noch normal, was nicht mehr?