
- Ozempic & Wegovy: Ein Hoffnungsträger im Kampf gegen Übergewicht?
- Bringen sie bei jedem den ersehnten Erfolg – oder gibt es Haken?
- Eine neue Studie enthüllt überraschende Ergebnisse
Abnehmspritzen wie Ozempic oder Wegovy gelten aktuell als Gamechanger im Kampf gegen Übergewicht. Doch nicht jeder profitiert gleichermaßen von diesen Medikamenten, die ursprünglich für Menschen mit Diabetes gedacht waren. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, welche Faktoren die Wirksamkeit dieser Mittel beeinflussen könnten.
Abnehmspritzen: Neue Hoffnung im Kampf mit überschüssigen Kilos
Seit 2022 werden sogenannte GLP-1-Agonisten nicht nur zur Behandlung von Diabetes, sondern auch gegen starkes Übergewicht eingesetzt. Die Wirkungsweise klingt vielversprechend: Die Medikamente erhöhen das Sättigungsgefühl, dämpfen den Appetit und fördern so den Gewichtsverlust.
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Dennoch gibt es eine entscheidende Hürde. Bei einigen Menschen wirken die Abnehmspritzen deutlich schlechter oder gar nicht als bei anderen. Forscherinnen und Forscher haben dies nun mit einer umfassenden Studie untersucht und liefern spannende Antworten.
Studie enthüllt: Bestimmte Genvarianten könnten entscheidend sein
Im Zentrum der neuen Studie, veröffentlicht am 18. Juli in der Fachzeitschrift „Diabetes, Obesity and Metabolism: A Journal of Pharmacology and Therapeutics“, steht das NBEA-Gen. Dieses Gen produziert ein Protein, welches wichtige Signale im Gehirn verarbeitet – Signalsysteme, die auch Hunger und Sättigung steuern.

Die Wissenschaftler nutzten für die Auswertung Gesundheitsdaten von 6500 Patienten aus der „All of Us“-Studie in den USA, die mit GLP-1-Präparaten behandelt wurden. Dabei fiel auf, dass bestimmte Genvarianten eng mit der Wirksamkeit der Medikamente verknüpft sind.
Von den rund 2800 untersuchten Genvarianten des NBEA-Gens identifizierte das Team zwei Gruppen: sogenannte „responsive“ Varianten bei Patienten mit starkem Gewichtsverlust und „nicht-responsive“ Varianten bei Patienten, bei denen die Medikamente wenig bis gar nichts bewirkten.
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Ozempic & Wegovy: Genetischer Score als Zukunftslösung?
Auf Grundlage der gesammelten Daten entwickelten die Wissenschaftler einen sogenannten „NBEA-Gen-Score“. Dieser soll künftig dabei helfen, die Erfolgsaussichten einer Behandlung mit GLP-1-Medikamenten vorherzusagen. Die Studienergebnisse zeigten: Personen mit einer „responsiven“ Genvariante hatten eine bis zu 82 Prozent höhere Erfolgschance, während Menschen mit „nicht responsiven“ Varianten nur eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit hatten, von den Abnehmspritzen zu profitieren.

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Ein solches Werkzeug könnte sich in der Praxis als bedeutend erweisen. Denn die Präparate sind nicht nebenwirkungsfrei, wie bereits eine andere Studie 2024 zeigte. Magen-Darm-Beschwerden, wie Übelkeit und Verstopfung, sowie ernsthafte Komplikationen, etwa Bauchspeicheldrüsenentzündungen, sind mögliche Risiken, die durch eine unnötige und unwirksame Behandlung vermieden werden könnten.
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Wirkung von Abnehmspritzen: Auch andere Faktoren spielen eine Rolle
Trotz der vielversprechenden Ergebnisse der neuen Studie gibt es Einschränkungen. Die Wissenschaftler setzten ausschließlich auf elektronische Gesundheitsdaten und führten keine klinische Studie durch. Zudem variierte die Dosierung der eingesetzten Medikamente stark, von der typischen Diabetesbehandlung bis hin zur gezielten Adipositas-Therapie mit höheren Dosen – ein relevanter Faktor, der die Ergebnisse beeinflussen könnte.
Forscher weisen außerdem darauf hin, dass auch Lebensstilfaktoren wie Stress, Bewegung und Ernährung die Wirkung der Präparate beeinflussen können. Das Mittel selbst ist laut Experten oft nur ein Puzzleteil in einem umfassenderen Ansatz zur Gewichtsreduktion.











