Etwa ein Prozent der deutschen Bevölkerung hat laut der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften eine Autismus-Spektrum-Störung (kurz ASS). Aktuellen Berechnungen des Robert Koch-Instituts kommen auf rund 800.000 Fälle in Deutschland. Die meisten Betroffenen erhalten ihre Diagnose bereits in den ersten Jahren ihres Lebens. Für die Eltern bedeutet das oft eine Herausforderung, denn viele Kinder mit der neurologischen Entwicklungsstörung haben spezifische Verhaltensmuster.
Zu den Symptomen von Autismus gehören Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, in der Kommunikation und im Umgang mit anderen Kindern. Obwohl eine ASS nicht heilbar ist, unterstützen passende Maßnahmen die Therapie maßgeblich. Auch der richtige Umgang der Eltern mit ihren autistischen Kindern ist laut Maria Kaminski wichtig. Sie ist Vorsitzende des Bundesverbandes Autismus Deutschland e.V. und Mutter eines erwachsenen Sohnes mit Autismus.
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„Man kann durch die Erziehung sicherlich eine Menge der Symptome beeinflussen“, sagt Kaminski. Das funktioniert sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Denn nehmen Eltern die Bedürfnisse ihrer autistischen Kinder nicht richtig wahr, drängen sie diese in die Isolation und womöglich sogar in die Depression.





