• Diabetes und Herzerkrankungen betreffen hierzulande viele Menschen
  • Gesunde Ernährung kann das Risiko für beide Krankheiten deutlich senken
  • Bestimmte pflanzliche Lebensmittel sind dabei von besonderer Bedeutung

Laut Robert-Koch-Institut zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Etwa 40 Prozent aller Sterbefälle sind auf koronare Herzkrankheiten, Herzinfarkte oder Schlaganfälle zurückzuführen. Auch Typ-2-Diabetes ist eine Volkskrankheit. Allein im letzten Jahr gab es in Deutschland etwa 8,7 Millionen Betroffene, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung mitteilte.

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Die gute Nachricht: Durch einen gesunden Lebensstil kann man das Risiko zu erkranken deutlich senken. Neben dem Verzicht auf Zigaretten und Alkohol soll eine gesunde und pflanzenbetonte Ernährung dazu beitragen, beide Krankheiten zu verhindern oder den Verlauf zu verzögern. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass vor allem ein bestimmter Bestandteil in pflanzlichen Lebensmitteln das Risiko senken könnte: Sogenannte Phytosterole.

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Aktuelle Studie: Phytosterole senken Risiko für Diabetes und Herzkrankheiten

Für die Studie wurden Daten aus drei älteren Forschungsarbeiten zusammengefasst, an denen insgesamt über 200.000 Erwachsene aus den USA teilnahmen. Während eines Beobachtungszeitraums über mehrere Jahrzehnte entwickelten mehr als 20.000 Studienteilnehmer Typ-2-Diabetes. Fast 16.000 Teilnehmer bekamen Herzerkrankungen.

Young happy woman eating different nuts (cashew, hazelnut, almond) in modern kitchen. Healthy food and Dieting concept. Loosing Weight
Eine gesunde Ernährung mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln kann Erkrankungen vorbeugen.© iStock | BONDART

Anhand von Fragebögen zu Ernährungsgewohnheiten schätzten die Forscher dann, wieviel Phytosterole die Probanden jeweils über die Ernährung aufnahmen. Es zeigte sich: Jene Teilnehmer, die sich gesund ernährten und mehr der Pflanzenstoffe zu sich nahmen, hatten ein um neun Prozent geringeres Risiko für Herzerkrankungen und ein um acht Prozent geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes. Jene Studienteilnehmer hatten angegeben, täglich mindestens vier Portionen Gemüse, drei Portionen Obst sowie Vollkornprodukte, Samen und Nüsse zu verzehren. Lebensmittel, die viel Phytosterole enthalten.

Gesunde Pflanzenstoffe: Das macht Phytosterole so gesund

Doch warum bringen Phytosterole, eine dem Cholesterin ähnliche Verbindung, die in einigen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt, einen gesundheitlichen Mehrwert? Eine höhere Phytosterolzufuhr reduziert laut Wissenschaftlern Entzündungen im Körper. Außerdem sorgen die Pflanzenstoffe für Veränderungen im Mikrobiom im Darm, was wiederum zu einem gesunden Stoffwechsel beitragen kann.

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„Unsere Ergebnisse stützen die Ernährungsempfehlung, sich an gesunde, pflanzliche Ernährungsmuster zu halten, die reich an Gemüse, Obst, Nüssen und Vollkornprodukten sind“, sagte Dr. Fenglei Wang, der die Studie durchführte. Auch die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu essen, bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Mehl auf Vollkornprodukte zu setzen und täglich Handvoll Nüsse zu essen.

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Gesundheit: Diese drei Nahrungsmittel enthalten viele Phytosterole

Phytosterole sind in den Zellwänden von Pflanzen zu finden. Sie kommen vorrangig in Samen, aber auch in Gemüse, Obst, Nüssen und Getreide vor. Besonders reich an dem Stoff sind laut Angaben in einer Studie die folgenden drei Lebensmittel:

  1. Sesamsamen enthalten 360 mg pro 100 g
  2. Weizenkeime enthalten 344 mg pro 100 g
  3. Pistazien enthalten 276 mg pro 100 g

Aber auch Kürbiskerne, Mandeln und Haselnüsse sind reich an dem wertvollen Pflanzenstoff. Aufgrund der gesundheitsfördernden Eigenschaften sind Phytosterole auch einigen Nahrungsmitteln wie Margarine zugesetzt oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln erhältlich.

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Bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Pflanzensterinen, zu denen auch Phytosterole zählen, sollten Sie jedoch vorsichtig sein. Die Verbraucherzentrale warnt, dass eine zu hohe Menge von mehr als drei Gramm pro Tag die Aufnahme von Vitaminen aus der Nahrung beeinträchtigen kann. Aus diesem Grund sind solche Produkte nicht für Schwangere, Stillende und Kinder unter fünf Jahren geeignet.