Kaffee könnte nicht nur hellwach am Morgen machen, sondern auch gesundheitliche Vorteile haben. Immer mehr Studien deuten daraufhin, dass moderater Kaffeekonsum vor Herzkrankheiten, Diabetes und sogar Demenz schützen könnte. Eine neue Studie legt nun nahe, dass regelmäßiges Kaffeetrinken zumindest Frauen gesünder altern lässt.

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Demnach sei die körperliche, geistige und kognitive Gesundheit von Studienteilnehmerinnen bis in das hohe Lebensalter durch Kaffee positiv beeinflusst worden. Überraschenderweise sei der Effekt nicht bei entkoffeiniertem Kaffee oder Tee beobachtet worden.

Die Forschungsleiterin Dr. Sara Mahdavi von der Harvard University stellte die Ergebnisse am Montag auf einer Konferenz der amerikanischen Forschungsgesellschaft „American Society for Nutrition“ vor. Wie unter anderem die „New York Times“ (NYT) und „CNN“ berichten. Die amerikanische Studie ist jedoch noch von keiner Fachzeitschrift begutachtet worden.

Kaffee-Studie nutzt Ernährungsberichte Tausender Krankenpflegerinnen

Die Studie nutzte Daten von über 47.000 Krankenpflegerinnen aus dem britischen Gesundheitssystems „NHS“, die jahrzehntelang zu ihrer Ernährung befragt wurden. Die Teilnehmerinnen mussten seit 1984 alle vier Jahre angeben, wie viel Kaffee, Tee, Cola oder andere koffeinhaltige Getränke sie tranken. Durch die Größe und den Zeitraum der Daten soll die neue Studie eine der umfangreichsten Untersuchungen zum Thema sein.

„Während frühere Studien Kaffee mit individuellen Gesundheitsergebnissen in Verbindung gebracht haben, ist unsere Studie die erste, die die Auswirkungen von Kaffee auf mehrere Bereiche des Alterns über drei Jahrzehnte hinweg untersucht“, sagte Forschungsleiterin Dr. Mahdavi laut einer Mitteilung der American Society for Nutrition (ASN).

Um als „gesund gealtert“ zu gelten, mussten die Probanden mindestens 70 Jahre alt sein, keine schwere chronische Krankheit haben und noch körperlich mobil sein. Außerdem durften sie keine Anzeichen von Demenz oder Alzheimer aufweisen und sollten generell mental gesund sein.

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Drei Tässchen Kaffee am Tag lassen Frauen möglicherweise gesünder altern

30 Jahre später prüften die Forscher die Daten aus der britischen Datenbank darauf, wie viele Dosen von 80 Milligramm Koffein am Tag die Wahrscheinlichkeit, gesund zu altern, verändern. Dabei wurden verzerrende Faktoren wie Körpergewicht, Rauchen, Alkoholkonsum, Sport, Bildungsniveau sowie eine proteinlastige Ernährung berücksichtigt.

Im Jahr 2016 erfüllten nur 3706 Frauen die von den Forschern erstellten Anforderungen an ein gesundes Altern. Dabei fiel auf, dass die kleine Gruppe gesund alternder Frauen in der Lebensmitte, im Alter zwischen 45 und 60 Jahren, durchschnittlich etwa 315 mg Koffein pro Tag konsumiert hatte. Laut Mitteilung der ASN entspricht das etwa der Menge in drei kleinen Tassen Kaffee oder eineinhalb großen Tassen.

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Studienleiterin: Beständige Gewohnheiten könnten Gesundheit langfristig beeinflussen

Die Forscher berechneten, dass in der Gruppe gesund alternder Frauen jede zusätzliche Tasse Kaffee pro Tag mit einer um 2 bis 5 Prozent höheren Chance verbunden ist, später im Leben gesund zu sein. Ab dem Konsum von fünf kleinen Tassen, beziehungsweise etwa 2,5 großen Tassen am Tag verliert sich der Effekt jedoch wieder. Im Gegenteil dazu war jedes zusätzliche kleine Glas Cola am Tag mit einer um 20 bis 26 Prozent geringeren Wahrscheinlichkeit, gesund zu altern, verbunden. Für Tee stellten die Forscher weder negativen noch positiven Effekt fest.

„Diese Ergebnisse sind zwar vorläufig, deuten aber darauf hin, dass kleine, beständige Gewohnheiten die Gesundheit langfristig beeinflussen können“, sagte Dr. Mahdavi. Ein moderater Kaffeekonsum könne in Kombination mit anderen gesundheitsfördernden Verhaltensweisen wie regelmäßiger Bewegung, gesunder Ernährung und dem Verzicht auf das Rauchen einige schützende Vorteile bieten.

Laut den Forschern seien zwei Tassen Kaffe am Tag unbedenklich und möglicherweise für die meisten Menschen sogar gesundheitsfördernd. Darüber hinaus könne mehr Kaffee für manche zusätzliche Vorteile bieten, für andere jedoch nicht gesund sein.