• Bei Frauen bleibt ADHS häufig jahrelang unerkannt
  • Oft liegt es an Symptomen, die sich anders äußern als bei Männern
  • Das kann gravierende Folgen haben – Expertin erklärt, welche Gefahren drohen

ADHS – das klingt für viele noch immer nach unruhigem Verhalten, schlechten Noten und mangelnder Konzentration. Doch ADHS äußert sich bei jedem Betroffenen anders. Besonders bei Frauen bleibt die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, so der komplette Name, oft lange unentdeckt. Während Jungen oft durch Impulsivität und Bewegungsdrang auffallen, zeigen Mädchen andere Symptome, die seltener erkannt werden – mit weitreichenden Folgen.

„Mädchen mit ADHS sind häufig verträumt, überangepasst, innerlich unruhig, phasenweise mitunter depressiv – aber nach außen unauffällig“, sagt die Psychotherapeutin und ADHS-Expertin Astrid Neuy-Lobkowicz. Die Symptome seien subtiler als bei Männern, oft überlagert von hormonellen Schwankungen, Perfektionismus – und einer gehörigen Portion Selbstzweifel.