Von der Legitimation bis zur Zwei-Stufen-Authentifizierung: Banken müssen bei einem Girokonto bestimmte Anforderungen erfüllen. Bald kommt eine neue hinzu, die viele Kunden erfreuen wird. Ab dem 9. Oktober 2025 wird die Echtzeit-Überweisung verpflichtend. Das Geld landet dann in Sekunden auf dem Empfängerkonto.
Echtzeit-Überweisung: Was sich ab Oktober konkret ändert
Eine normale Überweisung kann ein bis drei Bankenarbeitstage in Anspruch nehmen. Bei der Echtzeit-Überweisung dauert es dagegen nur wenige Sekunden. Aktuell bieten allerdings noch nicht alle Banken die Echtzeit-Überweisung an. Im Girokonto der ING oder in jenem der Deutschen Kreditbank (DKB) gibt es die Funktion nicht.

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Andere Banken setzen für die Funktion Gebühren an. Kunden der Berliner Sparkasse etwa zahlen pro Echtzeit-Überweisung 25 Cent, für Kunden mit einem Giro Individual sind es sogar 55 Cent. In Zukunft dürfen die Echtzeit-Überweisungen nicht mehr kosten als eine reguläre Banküberweisung.
Echtzeit-Überweisung kommt: Erste Banken bieten sie kostenlos an
Bereits jetzt bieten einige Kreditinstitute ihren Kunden Echtzeit-Überweisungen unbegrenzt kostenlos an. Dazu gehören sowohl Direktbanken wie die C24 Bank oder Revolut als auch Filialbanken wie die Santander.
Girokonten mit kostenloser Echtzeit-Überweisung:
- Girokonto Smart der C24 Bank*
- Bestgiro der Santander*
- OnlineOnly-Konto von Meine Bank
- Revolut Standard
Girokonto mit Echtzeit-Überweisung gegen Gebühr:
- Girokonto Mobile der 1822direkt* (1,49 Euro je Stück)
- Girokonto der Targobank* (60 Cent je Stück)
- Girokonto der Commerzbank* (1,50 Cent je Stück)
- Girokonto der Norisbank* (1,00 Euro je Stück)
Datenstand ist der 26. Feburau 2025. | Alle Angaben ohne Gewähr. | Die Daten stammen aus unserer eigenen Recherche und von Finanzfluss.de.
Girokonto-Überweisung soll sicherer werden: weitere EU-Regelung kommt
Aktuell muss eine Empfängerbank die Echtzeit-Überweisung den eigenen Kunden zwar nicht anbieten, aber zumindest deren Empfang garantieren. So können Besitzer eines Girokontos bei der Deutschen Kreditbank (DBK) Echtzeit-Überweisungen zwar empfangen, aber nicht selbst tätigen. Ab Oktober 2025 sollen dann alle Banken und Zahlungsdienstleister in der Eurozonesowohl den Empfang als auch das Versenden von Echtzeitüberweisungen ermöglichen.
Parallel dazu tritt eine Neuerung in puncto Sicherheit in Kraft. Ebenfalls ab dem 9. Oktober 2025 sind die Banken dazu verpflichtet, einen Abgleich der IBAN mit dem Namen des Zahlungsempfängers vorzunehmen – und das unabhängig von der Überweisungsart. Stimmen IBAN-Nummer und Empfänger nicht überein, soll der Kunde von der Bank informiert werden, bevor er das Geld abschickt. Damit soll möglichen Fehlern, aber auch Betrugsversuchen entgegengewirkt werden, schreibt das Online-Portal „Inside Digital“.
Überweisung vs. Echtzeit-Überweisung
Eine normale Überweisung benötigt meist ein bis zwei Bankarbeitstage, bis das Geld beim Empfänger ankommt. Bei einer Echtzeit-Überweisung (SEPA Instant Payment) wird der Betrag innerhalb von Sekunden rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen, gutgeschrieben. Beide Varianten sind sicher, doch Echtzeit-Überweisungen bieten deutlich mehr Geschwindigkeit und funktionieren wie eine normale Überweisung über die Eingabe der IBAN und den Empfängernamen.
Fazit zu Echtzeit-Überweisung: Warum sich ein Girokonto-Umzug lohnen kann
Die neuen EU-Vorgaben zur Überweisung sollen in allen 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) und in Norwegen, Island sowie in Lichtenstein gelten. Länder mit einer anderen Währung wie dem Euro bekommen etwas länger Zeit, sie müssen die neuen Regelungen bis zum 9. Juli 2027 umsetzen. Das betrifft etwa Dänemark oder Schweden.
Wer Echtzeit-Überweisungen bereits jetzt gebührenfrei nutzen möchte, findet bei einigen Anbietern passende Kontomodelle. Sowohl das Girokonto Smart der C24 Bank* als auch das Bestgiro der Santander* ist bedingungslos kostenlos und erlaubt unbegrenzte Echtzeit-Überweisungen ohne Gebühren. Ein Kontowechsel zu diesen Banken lohnt sich also doppelt. Allerdings hat die C24 Bank keine Filialen, und die Santander ist meist nur in größeren Städten vertreten.
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Girokonto mit und ohne Gebühr: Wichtiger Hinweis zur Wahl der Bank
Die Wahl einer Bank ist immer eine individuelle Entscheidung. Das beste Girokonto gibt es nicht – die Einschätzung ist vor allem von den persönlichen Präferenzen abhängig. Wer eine Kundenbetreuung vor Ort schätzt, ist oft auch dazu bereit, eine Kontogebühr zu bezahlen. Dasselbe gilt für Girokonten mit einem größeren Leistungsumfang, etwa Versicherungen oder besonderen Benefits.
Ein Vergleich von Girokonten kann sich trotzdem immer lohnen, denn bereits viele kostenfreie Girokonten bieten einen guten Leistungsumfang. Mit der Mastercard der C24 Bank können Kunden etwa im In- und Ausland kostenlos bezahlen. Das funktioniert auch mit der Debitkarte von Trade Republic, die es zum verzinsten Cashkonto kostenfrei dazu gibt. In Zukunft soll das Cashkonto von Trade Republic zum vollwertigen Girokonto werden – Echtzeit-Überweisungen inklusive.
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