Für Balkonkraftwerke waren Stromspeicher lange kein einfaches Thema. Am Markt hat es wenige Balkonsysteme gegeben, die direkt mit einem Speicher ausgestattet waren. Eine Möglichkeit war, das Balkonkraftwerk mit einer Powerstation zu kombinieren, die man etwa zum Campen mitnehmen kann.

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Mittlerweile haben viele Hersteller nachjustiert und bieten Balkonkraftwerke inklusive Speicher als Set an. Ein Beispiel ist das Balkonkraftwerk Anker Solarbank 2* ab 1199 Euro (Stand: 26. Februar).

Balkonkraftwerk mit oder ohne Speicher: So viel kostet es

Auch andere bekannte Hersteller wie Ecoflow oder Greensolar haben solche Sets im Angebot. Die Kosten für ein Komplettpaket bewegen sich im vierstelligen Bereich. Zum Vergleich: Ein Balkonkraftwerk ohne einen Speicher gibt es schon für unter 800 Euro, sofern man es als Set mit Modulen und Wechselrichtern kauft.

Noch günstiger kann man fahren, wenn man sich die Komponenten einzeln bestellt und das Balkonkraftwerk in Eigenregie zusammenbaut.

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Beispiele für Balkonkraftwerke ohne Speicher:

Speicher für Balkonkraftwerk besser separat kaufen?

Der Batteriespeicher ist im Set meist die teuerste Komponente. Wer sich zunächst ein Balkonkraftwerk kauft und später erst einen Speicher nachrüstet, zahlt unter Strich womöglich genauso viel wie in einem Set. Fertige Balkonkraftwerke mit Speicher haben zudem den Vorteil, dass Anlage und Stromspeicher zusammenpassen und es eine Anleitung gibt.

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Stromspeicher für Balkonkraftwerke werden auch als Batteriespeicher bezeichnet. Wird mehr Strom erzeugt, als in einem Haushalt benötigt wird, fließt der überschüssige Strom in die Batterie. Nach Sonnenuntergang oder wenn der Himmel bewölkt ist, kann man die Stromreserve anzapfen. Die Speicherkapazität und die Integration der Speicher unterscheidet sich je nach Hersteller. Je größer die Speicherkapazität, desto teurer der Speicher.

Wie wird die Speicherkapazität gemessen?

Die Speicherkapazität eines Energiespeichersystems wird üblicherweise in Kilowattstunden (kWh) gemessen. Die Kilowattstunde ist eine Maßeinheit für Energie und gibt an, wie viel Energie ein Batteriespeicher aufnehmen, speichern und wieder abgeben kann. In der Industrie gibt es spezifische Standards und Testverfahren, um die Kapazität von Batteriespeichern zu messen. Die Messung in kWh ist der Standard

Die Speicherkapazität in Kilowattstunde ergibt sich aus der Multiplikation der Spannung des Akkus (in Volt) mit der elektrischen Ladung (in Amperestunden, Ah). Die Formel lautet: Kapazität (kWh) = Spannung (V) × Ladung (Ah) / 1000.

Balkonkraftwerk mit Speicher von Anker: Tester loben einfache Installation

Zu Komplettsets aus Balkonkraftwerk und Speicher gibt es bislang wenige Produkttests. Computer Bild hat sich 2024 vier Speicher-Systeme angeschaut und einem Praxistest unterzogen – darunter die Markenprodukte von Anker und Ecoflow. Die beiden Marken bieten ihre Speichersysteme mittlerweile als Set mit Solarmodulen und Wechselrichter an. Anker setzt dabei auf einen hauseigenen Solarstromspeicher namens Solarbank E1600*.

Der Speicher kann im Set mit Balkonkraftwerk und Zubehör oder einzeln bestellt werden. Im Test von Computer Bild kann der Speicher mit einer einfachen Installation punkten. Der Speicher wird zwischen Solarmodule und Wechselrichter gesteckt und bietet eine große Akku-Kapazität von 1,6 kWh, die sich mit einer zweiten Solarbank noch erweitern lässt. Kritik gibt es an einer fehlenden Notstromoption. Eine dynamische Einspeisesteuerung ist nicht möglich.

Die Anker SOLIX Solarbank E1600
Der Speicher von Anker wird zwischen den Solarmodulen und dem Wechselrichter montiert.© Anker | Screenshot

Solarspeicher von ecoflow mit nützlicher Zusatzfunktion

Die einfache Installation und Handhabung des Anker-Solarspeichers loben auch die Tester von energiemagazin.com. Das Online-Verbraucherportal hat die Solarbank einige Wochen getestet. Bemängelt wird, dass die Anker-App aktuell nur wenige Funktionen bietet. Dafür wird die integrierte WLAN-Reichweite im Test positiv hervorgehoben. Das Powerstream-Balkonkraftwerke-Set von ecoflow* ist vom Preis vergleichbar mit Anker.

Weitere Tests zu diversen Produkten und Trends finden Sie auf der Themenseite der Berliner Morgenpost.

Die ecoflow-Speicheroption bietet im Test von Computer Bild viele Steuerungsmöglichkeiten und ist auch ohne Netz als einfache Powerstation nutzbar, etwa unterwegs. Kritik gibt es im Test an den kurzen Kabeln und der noch nicht ausgereiften Steuerung. Der Technik-Ratgeber connect lobt zudem die Ecoflow-App, in der eine Vielzahl von Einstellungen vorgenommen werden können. Ein weiterer Pluspunkt sind die Smart-Plugs, die ecoflow* optional für 36 Euro pro Stück anbietet.

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Zendure-Speicher für Balkonkraftwerk universell einsetzbar

In den Test von Computer Bild und energiemagazin.com taucht noch eine weitere Speicheroption auf: der Zendure SolarFlow, der aktuell jedoch nicht mehr im Set von Kleines Kraftwerk angeboten wird. Das Besondere: Der Zendure-Speicher ist mit vielen am Markt verfügbaren Wechselrichtern kombinierbar und nicht auf einen Hersteller festgelegt. Er eignet sich daher auch, um ein schon bestehendes Balkonkraftwerk nachzurüsten.

Aktuell ist der SolarFlow von Zendure über priwatt* bestellbar. Auch über Amazon können diverse Speichersysteme von Zendure* bestellt werden. Wie bei Anker wird der Solarspeicher zwischen Solarmodulen und Wechselrichter montiert und lässt sich mit bis zu vier Batterien kombinieren, welche separat gekauft werden müssen. Im Test besticht das Speichersystem durch eine einfache Installation und Handhabung.

Die App bietet viele Funktionen und mit der separaten Zendure-Steckdose kann wie auch mit den Smart-Plugs von ecoflow der Stromfluss gesteuert werden. Im Test von energiemagazin.com ist Zendure die bessere All-in-One Alternative zur Anker-Solarbank. Die Tester begründen das mit der höheren Eingangs- und Ausgangsleistung sowie der höheren Batteriekapazität.

Ist ein Speicher für ein Balkonkraftwerk sinnvoll? Ein Fazit

Unser Fazit: Stromspeicher für Balkonkraftwerke sind eine teure Angelegenheit und kosten mehr als so manches Set auch Modulen und Wechselrichtern. Die Tester von Computer Bild bemängeln zudem, dass die Energiesteuerung trotz Apps nicht immer optimal gelingt. Zudem kommen Tests oft zu einem eindeutigen Ergebnis, was die Nachteile angeht: Zum einen geht bei jeder Umwandlung Energie verloren. Zum anderen haben Batteriespeicher eine begrenze Lebensdauer.

Abhängig von der Art der Montage, dem individuellen Stromverbrauch und der Leistung eines Balkonkraftwerks kann ein separater Speicher trotzdem sinnvoll sein. Über die Jahre können sich die Mehrkosten über den eingesparten Strom amortisieren. Dabei sollte aber sichergestellt sein, dass Balkonkraftwerk und Speicher gut aufeinander abgestimmt sind. Zubehör wie Apps oder Gadgets wie smarte Steckdosen können hier eine Hilfe sein.

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