- Bis zu 600 Watt dürfen Balkonkraftwerke offiziell in das Stromnetz einspeisen.
- Für kleine Balkone kann ein Balkonkraftwerk mit ein bis zwei Modulen interessant sein.
- Wir stellen einige Angebote und Testsieger für Balkonkraftwerke mit 600 Watt vor.
Balkonkraftwerke mit 800 Watt sind mittlerweile Standard. Manchmal genügt aber auch ein 600-Watt-Set – etwa bei wenig Platz. Wer bewusst weniger einspeist, trifft damit ebenfalls eine gute Wahl. Doch welche Steckersolargeräte lohnen sich wirklich? Tests zeigen: Ein gutes Balkonkraftwerk mit 600 Watt gibt es für unter 400 Euro
Balkonkraftwerk mit 600 oder 800 Watt: Diese Leistungsgrenze gilt aktuell
Balkonkraftwerke mit 600 Watt Maximalleistung haben einen großen Vorteil: Der Strom kann direkt ins Hausnetz fließen. Zwar sieht das Solarpaket der ehemaligen Bundesregierung eine neue Obergrenze von 800 Watt für die Einspeiseleitung vor, noch fehlt aber die Normierung vom Verband der Elektrotechnik (VDE). Balkonkraftwerke mit 800 Watt Leistung müssen bis dahin über einen umschaltbaren Wechselrichter verfügen, um legal betrieben zu werden.
Mit einem Balkonkraftwerk mit 600 Watt Maximalleistung gibt es diese Problematik nicht. Dazu kommen die günstigeren Preise: Das „XL Single“ von Kleines Kraftwerk* gibt es inklusive Befestigung schon für 339 Euro. In Kombination mit einer Balkonkraftwerk-Förderung kann (je nach Kommune) der Preis oft noch um bis zu 250 Euro sinken. Im genannten Beispiel würde das Komplettset so nur noch 89 Euro kosten.
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Balkonkraftwerk mit 2000 Watt + Anker-Speicher
Balkonkraftwerk von Kleines Kraftwerk ist Preis-Leistungs-Sieger
Für 339 Euro erhalten Käufer über Kleines Kraftwerk ein Komplettset mit einem Solarmodul, einem 400-Watt-Mikro-Wechselrichter und je einer Anschlussleitung und Halterung. Wie alle Solaranlagen des Herstellers verfügt das „XL Single“ über einen normkonformen Schutz-Kontakt-Stecker oder ein Wieland-Anschlusskabel. Je nach Länge ist das Kabel allerdings mit einem Aufpreis verbunden. Ein Speicher ist bei dem Balkonkraftwerk nicht inklusive.
Mit einer Höchstleistung von 500 Watt Peak (Wp) bei den Modulen und einer Einspeiseleistung von 400 Watt liegt das „XL Single“ deutlich unter den gesetzlichen Höchstgrenzen und kann ganz legal betrieben werden. Neben IMTEST (gehört ebenfalls zur FUNKE Mediengruppe) bescheinigen auch die Deutsche Gesellschaft für Solarenergie (DGS) und „Computer Bild“ der Mini-Anlage eine gute Qualität. Kleines Kraftwerk gewährt für jedes Balkonkraftwerk 25 Jahre Garantie.
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Nur ein Balkonkraftwerk überzeugt Stiftung Warentest
Im Test der Stiftung Warentest sicherte sich das Balkonkraftwerk „Universaldach (900/800 bifazial)“ von Greensolar den Testsieg. Der im Lieferumfang inbegriffene Wechselrichter von Hoymiles läuft nach einer Umstellung auch im 600-Watt-Betrieb. Der Setpreis beginnt bei 360 Euro. Damit ist das Balkonkraftwerk kaum teurer als 600-Watt-Geräte und kann nach erfolgter VDE-Norm in den 800-Watt-Betrieb umschalten.
Insgesamt fällt der Test aber ernüchternd aus. Von acht Balkonkraftwerken sicherten sich nur zwei die Gesamtnote „Gut“. Viel Kritik gab es an den Halterungen, die bei einem Großteil der Testgeräte Witterungen nicht standgehalten haben. Neben Greensolar kann die Stiftung Warentest deshalb nur ein weiteres Balkonkraftwerk empfehlen. Beide Balkonsolaranlagen sind in der Standardausführung für unter 400 Euro erhältlich.
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- Stabile Universaldachhalterung
- Setpreis unter 500 Euro
- Neigungswinkel nicht verstellbar
- Schukokabel kostet extra
Balkonkraftwerke mit 600 Watt als Komplettset: Diese Marken überzeugen
Insgesamt finden sich nur wenige Tests, die explizit Balkonkraftwerk mit 600 Watt Leistung prüfen. Die meisten Testberichte gibt es zu den 800-Watt-Varianten. Aber: Einige Hersteller bieten dasselbe Balkonkraftwerk auch mit weniger Leistung an. Neben Kleines Kraftwerk zählen im Test von „Homeandsmart“ Priwatt, Solakon, Solago und Yuma zu den empfohlenen Online-Fachhändlern.
Aktuelle Angebote der genannten Hersteller:
- Priwatt „PriBalcony“ für 309 Euro* mit 450 Watt Peak Modul- und 400 Watt Wechselrichterleistung
- Solakon „OnLite“ für 319,99 Euro* mit 900 Watt Peak Modul- und 800 Watt Wechselrichterleistung (drosselbar)
- Yuma „Balcony (450+)“ für 319 Euro mit 450 Watt Peak Modul- und 800 Watt Wechselrichterleistung (drosselbar)
Fast alle Hersteller geben mittlerweile einen Wechselrichter mit einer maximalen Einspeiseleistung von 800 Watt dazu – selbst dann, wenn das Balkonkraftwerk diese Leistung gar nicht erreichen kann. Wer eigentlich nur ein 600-Watt-Balkonkraftwerk kaufen möchte, profitiert. Denn: Wer später aufrüsten möchte, hat schon den passenden Wechselrichter. Ausschlaggebend dafür sind die Solarmodule und die Sonneneinstrahlung.
Balkonkraftwerk mit 600 Watt: Mehr Leistung kostet oft nur wenige Euro mehr
In der Anfangszeit der Balkonkraftwerke waren 600-Watt-Systeme häufig anzutreffen. Nachdem bekannt wurde, dass die Grenze für die Einspeiseleistung auf 800 Watt steigen soll, wurden sie zum Nischenprodukt. Das heißt aber nicht, dass sie im Einzelfall nicht ausreichen. Wer nur einen kleinen Balkon hat oder nicht mehr Leistung möchte, kann bedenkenlos zum kleineren Kraftwerk greifen.
Allerdings haben sich die Preise von 600- und 800-Watt-Balkonkraftwerken zuletzt stark angenähert. Das „XL Duo“ von Kleines Kraftwerk* ist mit rund 500 Euro nur rund 160 Euro teurer als das „XL Single“, liefert aber die doppelte Leistung. Dazu kommt, dass eine Mini-Solaranlage längst nicht mehr nur an Balkonbrüstungen hängen kann. Die meisten Hersteller bieten mittlerweile auch Halterungen für Dächer, Fassaden oder frei stehende Solarsysteme an.
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