- Das biologische Alter ist ein Spiegel der körperlichen Gesundheit
- Durch Ernährung und einen gesunden Lebensstil lässt es sich beeinflussen
- Vor allem Scheinfasten soll sich „verjüngend“ auswirken. Doch wie genau?
Es ist der Traum vieler Erwachsener: Die Zeit zurückdrehen und sich wieder zehn Jahre jünger fühlen zu können. Forscher der University of Southern California in Los Angeles haben herausgefunden, dass das auch ohne Zeitmaschine funktioniert – mithilfe der sogenannten Fast-Mimicking-Diät (FMD), auch bekannt als Scheinfasten. Die Fastenmethode kann helfen, das biologische Alter nach unten zu korrigieren, also etwa als 50-Jähriger im Körper eines 40-Jährigen zu leben. Und das mit nur wenigen Diättagen im Monat.

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Bei der FMD handelt es sich um eine Art Fasten-Diät. Dabei wird für fünf Tage im Monat eine Wasserfastenkur nachgeahmt. Diese Tage werden allerdings nicht am Stück, sondern in drei bis vier Zyklen durchgeführt. Also: eine Woche im Monat für zwei Tage, die anderen Wochen dann je einen Tag.
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Die Diätwilligen dürfen dabei jedoch Suppen, Energieriegel, Energydrinks, Tees sowie Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, die einen hohen Gehalt an Mineralien, Vitaminen und für den Körper essenzielle Fettsäuren beinhalten. So wird die Nährstoffzufuhr abgesichert. Die restlichen Tage des Monats ernährt man sich dann „normal“. In früheren Studien hatten die kalifornischen Forscher rund um Studienleiter Prof. Valter Longo bereits herausgefunden, dass diese Fastendiät die Regeneration von Stammzellen fördert, die Nebenwirkungen einer Chemotherapie vermindert und Anzeichen von Demenz bei Mäusen verringern konnte.
Zusätzlich wurde die FMD mit der Verringerung des Risikos für Krebs, Diabetes, Herzkrankheiten und andere altersbedingte Krankheiten beim Menschen in Verbindung gebracht. Ob sich die Diät auch auf das biologische Alter auswirken kann, war bisher noch nicht erforscht. Für die Studie aus dem Jahr 2024 wurden rund hundert Probanden im Alter zwischen 18 und 70 Jahren ausgewählt. Anschließend wurden die Studienteilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe befolgte die FMD, die andere diente als Kontrollgruppe und hatte keine besonderen Ernährungsvorgaben. Anschließend wurden die Daten beider Gruppen miteinander verglichen.
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Das Ergebnis: Die Studienteilnehmer, die die FMD durchgeführt hatten, wiesen deutlich weniger Risiko-Anzeichen für Diabetes auf. Zudem war das Bauchfett deutlich zurückgegangen. Besonders spannend: Das biologische Alter der Probanden sank um durchschnittlich 2,5 Jahre, was sich unter anderem an der Funktionsfähigkeit der Zellen und des Gewebes erkennen lässt.
Laut Studienleiter Longo untermauert das Studien-Ergebnis die Wirksamkeit der Ernährung als kurzfristige, regelmäßige und realisierbare Diätform. Sie kann den Menschen helfen, ihr Krankheitsrisiko zu verringern und ihre Gesundheit ohne umfassende Änderungen des Lebensstils zu verbessern.
Dieser Artikel erschien erstmals im März 2024.











