Das Volksbegehren für eine Gleichstellung von Religionsunterricht und Ethikunterricht an Berliner Schulen hat die erste Hürde erfolgreich bewältigt. Inzwischen habe man die nötigen 20 000 Unterschriften gesammelt, sagte gestern der Vorsitzende der Initiative "Pro Reli", Christoph Lehmann. "Wir werden aber weiter sammeln, bis wir 30 000 Unterschriften haben, damit wir ganz sicher sind." Es gebe immer einen relevanten Anteil von ungültigen Unterschriftenbögen.

Diese erste Stufe des Volksbegehrens dauert bis Ende November. In der zweiten Stufe müssen 170 000 Menschen innerhalb von vier Monaten unterschreiben. Zuvor befasst sich aber noch das Abgeordnetenhaus mit dem Thema. Die zweite Phase werde vermutlich erst im Frühjahr oder Sommer 2008 beginnen, sagte Lehmann. In der dritten Stufe wird die Frage allen Wahlberechtigten zum Volksentscheid vorgelegt.

Bislang ist der konfessionelle Religionsunterricht in Berlin ein freiwilliges Zusatzangebot. Der Verein will erreichen, dass die Schüler Religion alternativ zum Ethikpflichtfach wählen können. Die Kampagne wird von den Kirchen, der Berliner CDU und FDP sowie einigen SPD-Bundespolitikern unterstützt. dpa/KNA