Bei dem Regisseur des islamfeindlichen Videos „Innocence of Muslims” (Unschuld der Muslime), das einen blutigen Proteststurm in der arabischen Welt heraufbeschworen hat, handelt es sich laut US-Medienberichten um den Erotik- und Horrorfilm-Macher Alan Roberts. Das Portal „Gawker” berichtet, der 65-Jährige habe die dreimonatigen Arbeiten an dem Film im Sommer 2011 geleitet. Dazu liegen der Webseite Bestätigungen von Crew-Mitgliedern und beteiligten Schauspielern vor.
Weiter wird berichtet, der Film sei unter den Arbeitstitel „Desert Storm” (Wüstensturm) produziert worden. Nachträglich seien die Namen der Charaktere und die Dialoge bearbeitet worden. Roberts selbst und die beteiligten Schauspieler seien von dem Produzenten betrogen worden - einen islamfeindlichen Schmäh-Charakter habe es bei den Dreharbeiten nicht gegeben. Als Produzent gilt der Ägypter Nakoula Basseley, der zunächst unter dem Pseudonym „Sam Bacile” bekannt geworden war.
Roberts ist laut „Gawker” verantwortlich für Erotikfilme wie „The Happy Hooker Goes Hollywood”, ”The Sexpert” oder „Young Lady Chatterly” und war beteiligt an Horrorfilmproduktionen wie „Zombie Wars”. Zudem sei er verantwortlich für den Schnitt bei einem Film mit den US-Darstellern Johnny Knoxville und Christina Applegate.
„Pro Deutschland” will Schmäh-Film in Berlin zeigen
Unterdessen kündigte die rechtsextremistische Splitterpartei „Pro Deutschland” an, das Schmäh-Video in Berlin zeigen zu wollen. Das hätten Berliner Parteimitglieder in dieser Woche entschieden. In einer Pressemitteilung heißt es, die Aufführung bedeute „keine vollständige Identifikation mit dem Inhalt des Films”.
BMO




