Syrien

Iran und Irak sollen Assad-Regime finanzieren

Gabriela M. Keller

Die syrische Regierung bekommt offenbar Finanzhilfe aus Iran und Irak. Das berichtete ein hochrangiger übergelaufener Beamter dem Sender al-Dschasira. Das Geld werde für die gewaltsame Unterdrückung der Proteste eingesetzt.

Ein übergelaufener ranghoher syrischer Beamter hat Irak und Iran vorgeworfen, das gewaltsame Vorgehen der syrischen Führung gegen Demonstranten finanziell zu unterstützen.

Der ehemalige Finanzinspektor des syrischen Regierungschefs, Mahmud Suleiman Hadsch Hamad, sagte laut einem Medienbericht am Donnerstag in Kairo, Damaskus habe bereits zwei Milliarden syrische Pfund (knapp 28 Millionen Euro) ausgegeben. Mit dem Geld seien Milizen bezahlt worden, die an der Seite der Armee Gewalt gegen Demonstranten anwenden würden.

Dem Bericht auf der Internetseite des arabischen Fernsehsenders al-Dschasira zufolge war Hamad zuvor übergelaufen. Gegenüber dem Sender behauptete Hamad, zahlreiche syrische Spitzenfunktionäre seien bereit die Seiten zu wechseln, doch die Angst vor den Sicherheitskräften hindere sie daran.

„Die Regierungsvertreter leben alle in einer Art Gefängnis“, sagte er. Niemand könne sich frei bewegen, ohne von Angehörigen der Sicherheitskräfte begleitet zu werden, erklärte Hamad. Die Menschen hätten Angst um ihre Familien und würden deshalb nicht überlaufen.

Die syrischen Sicherheitskräfte gehen seit Monaten mit aller Härte gegen die seit März vergangenen Jahres währenden Proteste gegen Staatschef Baschar al-Assad vor. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden seitdem mehr als 5000 Menschen getötet.

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