Riesige Rauchwolken

Russisches Atom-U-Boot fängt bei Reparatur Feuer

Auf einem russischen Atom-U-Boot ist bei einer Reparatur ein Feuer ausgebrochen. Die Strahlenwerte seien normal. Zeugen berichten von riesigen Rauchschwaden.

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Bei der Reparatur an einem russischen Atom-U-Boot hat ein Feuer auf dem Werksgelände den Rumpf des Kriegsschiffes in Brand gesetzt. An Bord der „Jekaterinburg“ auf einem Trockendock nahe Murmansk gebe es allerdings keine Atomwaffen, sagte ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums der Agentur Interfax am Donnerstag.

Auch der abgeschaltete Atomreaktor sei in Sicherheit. Alle Strahlenwerte seien normal. Niemand sei verletzt worden.

Nach Darstellung von Behörden hatte Holz auf dem Werksgelände von Rosljakowo Feuer gefangen, das dann auf die äußere Hülle des Atom-U-Boots übergegriffen hatte.

Das Fernsehen zeigte eine riesige Rauchwolke über der Werft, die etwa 1500 Kilometer nördlich von Moskau liegt. Mit Hubschraubern werde versucht, den bis zu zehn Meter hohen Flammen Herr zu werden, hieß es in dem Bericht.

Die Nachrichtenagentur Ria meldete unter Berufung auf einen Werft-Mitarbeiter, man werde versuchen, das U-Boot bis auf den Turm unter Wasser zu lassen, um so das Feuer zu löschen.

Die „Jekaterinenburg“ kann mit 16 ballistischen Raketen mit je bis zu vier Sprengköpfen bestückt werden.

Russlands bislang schlimmstes U-Boot-Unglück in der Ära nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ereignete sich im August 2000. Damals sank das Atom-U-Boot „Kursk“ in der Barentssee. Alle 118 Besatzungsmitglieder starben.