"Heikle" Situation

Cameron fordert schnelles Ende der Schuldenkrise

Der britische Premierminister David Cameron hat die Euro-Zone zu einer raschen Bewältigung der Schuldenkrise aufgefordert. Die Zeit dränge, sagte Cameron in einem Interview, und forderte insbesondere Deutschland und Frankreich auf, ihre Meinungsverschiedenheiten beizulegen.

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Ohne entschlossene Gegenmaßnahmen könnte die Eurozone nach den Worten des britischen Premierministers David Cameron in wenigen Wochen eine wirtschaftliche Katastrophe erleben. In einem am Montag erscheinenden Interview der „Financial Times“ appellierte Cameron vor allem an Deutschland und Frankreich, ihre Meinungsverschiedenheiten zu begraben und kollektive Verantwortung zu übernehmen, indem sie entschlossene Maßnahmen ergreifen und die Ungewissheit beenden. „Die Lage der Weltwirtschaft ist sehr prekär“, sagte Cameron. Entweder werde dafür gesorgt, dass die Eurozone richtig funktioniere oder sie könnte scheitern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy kündigten am Sonntag an, beide Länder würden bis Ende des Monats ein Gesamtpaket zur Lösung der Euro-Schuldenkrise vorlegen. Das Paket solle Vorschläge zur Stabilisierung der Währungsunion, zur Lösung der Schuldenkrise in Griechenland und zur internationalen Finanzmarktregulierung beinhalten. Zudem soll es Empfehlungen zur Stützung von Banken umfassen, die in den sogenannten der Schuldenkrise zu geraten drohen. Details nannten sie allerdings noch nicht.

Nach dem britischen Premierminister David Cameron habe die derzeitige Unsicherheit eine „abschreckende Wirkung“ auf die Weltwirtschaft. Die Euro-Zone sei in einer „heiklen“ Situation und könne nur durch schnell und entschlossene Maßnahmen aus den Händen der Finanzmärkte gerettet werden.