Alle zwei Jahre wählen die Amerikaner ungefähr ein Drittel ihres Senats neu. Das steht nun auch bei den Zwischenwahlen am 3. November an. Doch anders als beim Repräsentantenhaus, wo sämtliche Mitglieder alle zwei Jahre zur Wahl stehen, beträgt die Amtszeit eines Senators sechs Jahre.
Zwischenwahlen in den USA: Wer darf einen Senator wählen?
Die Wahlberechtigten eines Bundesstaates bestimmen ihre Senatoren direkt. Jeder der 50 Staaten hat genau zwei Sitze. Gewählt wird jeweils im gesamten Bundesstaat, nicht in einzelnen Wahlkreisen. Daher stimmen beispielsweise alle Wahlberechtigten in Texas über den texanischen Senatssitz ab, der gerade zur Wahl steht.
Midterms: Wie funktioniert die Senatswahl?
In den meisten Bundesstaaten gewinnt der Kandidat mit den meisten Stimmen. Eine absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent ist dort nicht zwingend erforderlich. Doch es gibt Ausnahmen. In Georgia kann bei fehlender absoluter Mehrheit eine Stichwahl erforderlich werden. Maine und Alaska verwenden Varianten einer Rangfolgewahl, bei der die Wähler mehrere Kandidaten nach persönlicher Präferenz ordnen können. Die Parteien bestimmen ihre Kandidaten meist vorher in Vorwahlen, den Primaries. Auch parteiunabhängige Bewerber können antreten, wenn sie die jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.
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Warum werden bei den Kongresswahlen nicht alle 100 Senatoren gleichzeitig gewählt?
Die 100 Sitze sind in drei Gruppen eingeteilt. Alle zwei Jahre steht eine dieser Gruppen zur Wahl. Dadurch behalten stets ungefähr zwei Drittel der Senatoren ihre Mandate. 2026 werden regulär 33 Senatssitze vergeben. Hinzu kommen zwei Sonderwahlen in Florida und Ohio. Insgesamt stehen damit 35 Mandate zur Wahl.
Zwischenwahlen: Seit wann werden Senatoren direkt gewählt?
Ursprünglich wurden sie von den Parlamenten der Bundesstaaten bestimmt. Erst der 17. Zusatzartikel zur US-Verfassung führte 1913 die Direktwahl ein.
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Was geschieht, wenn ein Senator vorzeitig ausscheidet?
Stirbt ein Senator oder tritt er zurück, gelten besondere Regeln. In vielen Bundesstaaten darf der Gouverneur vorübergehend einen Nachfolger ernennen. Anschließend wird der Sitz bei einer Sonderwahl neu vergeben. Die reguläre Amtszeit eines gewählten Senators beginnt grundsätzlich am 3. Januar nach seiner Wahl. Eine Begrenzung der Wiederwahl gibt es nicht. Senatoren können deshalb jahrzehntelang im Amt bleiben.









