Vor der Küste Rumäniens ist erneut ein Handelsschiff in Brand geraten. Der Vorfall ereignete sich am frühen Donnerstagmorgen im Schwarzen Meer, etwa 24 Kilometer von der Stadt Sulina entfernt. Wie die Schifffahrtsbehörde in der Hafenstadt Constanta mitteilte, konnten bislang vier Seeleute gerettet werden. Acht weitere werden noch vermisst. Lösch- und Rettungskräfte sind weiter im Einsatz.
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Ob der Brand durch einen Treffer mit einer Drohne ausgelöst wurde, konnte die Behörde weder bestätigen noch ausschließen. Zuvor hatten rumänische Medien berichtet, dass die Besatzungen anderer Schiffe in der Nähe einen Drohnenangriff auf das in Brand gesetzte Schiff beobachtet hätten.
Die Stadt Sulina liegt an der Mündung der Donau ins Schwarze Meer. Das Schiff, ein Tanker für chemische Substanzen, war nach Angaben der rumänischen Behörde unter der Flagge von San Marino unterwegs. In der Nacht habe Rumäniens Luftabwehr im Raum Sulina eine Drohne aus Richtung der nahe gelegenen Ukraine gesichtet, die aber nach einer Minute wieder vom Radar verschwand, wie das Verteidigungsministerium in Bukarest berichtete.
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Drohnenangriffe im Schwarzen Meer: Die Zwischenfälle nehmen zu
Zu einem ähnlichen Zwischenfall bei Sulina war es bereits am Mittwochabend gekommen. Dabei war Feuer auf einem unbeladenen Schiff ausgebrochen, das unter der Flagge der Komoren-Insel fuhr. Die Besatzung konnte den Brand noch vor Eintreffen der Seeretter löschen und blieb unverletzt. Ob in diesem Fall ein Drohnen-Treffer die Ursache war, sollen nun die Behörden prüfen, sagte Rumäniens Verteidigungsminister Radu Miruta.

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Zuletzt häuften sich im Schwarzen Meer die Drohnenangriffe auf Handelsschiffe. Betroffen waren in den vergangenen Tagen auch mehrere Schiffe in Schwarzmeer-Wirtschaftszonen des Nachbarlands Bulgarien. Am Dienstag teilten bulgarische Behörden mit, dass nach neuen Angriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer vor der bulgarischen Küste elf Besatzungsmitglieder vermisst werden. Eines der Schiffe sei gesunken.
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Auch im rumänischen Luftraum werden seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die benachbarte Ukraine immer wieder Drohnen im Zuge von russischen Angriffen auf ukrainische Donauhäfen gesichtet. Erst vor neun Tagen war nahe dem rumänischen Schwarzmeer-Ort Sfantu Gheorghe in der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens ein mit Getreide beladenes türkisches Handelsschiff von einer Drohne getroffen worden und gesunken. Zwei Seeleute kamen dabei ums Leben.
dpa/afp






