Die Einwohner der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben für drei Tage Ruhe vor Luftalarm und einschlagenden Geschossen. Drei Tage, in denen sie die Nächte nicht in Luftschutzkellern, der U-Bahn oder in den Korridoren ihrer Wohnungen verbringen müssen. Der von Putin angeordnete Stopp der russischen Luftangriffe auf die Metropole zwischen Samstag und Montag lässt den Menschen eine Atempause, die sie dringend nötig haben.

Montag, Mittwoch, Freitag
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Dass diese örtlich, zeitlich und operativ begrenzte Waffenruhe allein dem Besuch der US-Verhandler Jared Kushner und Steve Witkoff am Sonntag in Kiew geschuldet ist, erscheint gleichwohl zynisch, angesichts der vergangenen Wochen, in denen so viele Menschen in der Stadt ums Leben gekommen sind.
Artikel über die Ukraine – für Sie recherchiert
In Moskau haben die beiden US-Emissäre mit dem Kremlherrscher gesprochen. Im Gepäck hatten sie angeblich Vorschläge, wie der russische Angriffskrieg beendet, zumindest aber neuer Schwung in die festgefahrenen Verhandlungen gebracht werden kann. Tatsächlich scheint die Zeit günstig. Der Ukraine ist es in den vergangenen Monaten gelungen, den Krieg tief ins russische Hinterland zu tragen.

Die Angriffe auf die Öl- und Gasinfrastruktur und wichtige Logistikzentren haben in Russland enorme wirtschaftliche Schäden verursacht. An der Front gelingen Putins Truppen kaum noch nennenswerte Geländegewinne. Der Druck auf Putin steigt. Die ersten Verlautbarungen aus dem Kreml deuten jedoch nicht darauf hin, dass Kushner und Witkoff ihn zum Umdenken bewegen konnten. Putin beharrt weiterhin auf den bekannten Maximalforderungen. Aber vom Himmel über Kiew regnen für drei Tage keine Geschosse. Immerhin.







