Der frühere Unionsfraktionschef im Bundestag, Jens Spahn, geht juristisch gegen den Rapper Ski Aggu vor. Das bestätigte sein Anwalt Ralf Höcker auf Nachfrage unserer Redaktion. Man habe Strafanzeige bei der Berliner Polizei gestellt sowie den Rapper abgemahnt, so Höcker. „Die Vorwürfe sind komplett frei erfunden“, sagte der Rechtsanwalt.
Auch interessant
Rapper Ski Aggu: „Und die haben die schlimmsten Bretter gezogen“
Seit wenigen Tagen kursiert ein Videoschnipsel in den sozialen Netzwerken. Das Video stammt aus einem Livestream, der am 18. August aus dem U-Bahnhof Tempelhof aufgenommen wurde. Der Auszug zeigt den Rapper, der mit bürgerlichem Namen August Jean Diederich heißt, in einem hellen Tanktop und mit Skibrille neben zwei weiteren Männern.
Auch interessant
In dem Video behauptet der Rapper, er habe am Vorabend die „schlimmste Chem-Party“ besucht. Dabei handelt es sich um private Treffen oder Partys, bei denen Sex und Drogenkonsum eine große Rolle spielen. Dabei will der Rapper Jens Spahn und dessen Ehemann gesehen haben. „Und die haben die schlimmsten Bretter gezogen“, behauptete Ski Aggu. Der Rapper kommentierte inzwischen unter einem entsprechenden Video: „Die erzählte Story im Video ist ausgedacht und dient nur zu Unterhaltungszwecken.“
Auch interessant
Livestream wurde aufgelöst
Der Livestream lief unter dem Namen „Almani Show“ und konnte über die Plattform Twitch in Echtzeit mitverfolgt werden – demnach auch die Behauptung über Jens Spahn. In dem Schnipsel, der seit wenigen Tagen kursiert, ist zu sehen, dass der Rapper den Host der Show noch auffordert, die Behauptung aus dem Video zu schneiden. Er wies darauf hin, dass man live sende.

Montag, Mittwoch, Freitag
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Die Berliner Polizei beendete den Livestream in dem U-Bahnhof wegen Sicherheitsbedenken. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hatten die Einsatzkräfte alarmiert. Der Bahnsteig ist nach Angaben eines Polizeisprechers blockiert worden, sodass Fahrgäste nur schlecht ein- und aussteigen konnten. Daraufhin sei die Gruppe aufgefordert worden, den Bahnsteig zu verlassen, und sie sei der Aufforderung auch nachgekommen.







