Das Fürstentum Liechtenstein ist Ziel eines weitreichenden Cyberangriffs geworden. Nach Angaben der Regierung wurden dabei die Daten von rund 31.000 Menschen abgegriffen. Für den Kleinstaat ist das eine beträchtliche Größenordnung: Die Zahl entspricht rechnerisch etwa drei Vierteln seiner Bevölkerung.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die Behörden beriefen daraufhin einen Krisenstab unter Leitung von Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler ein. Durch den Angriff sei der Schutz personenbezogener Daten verletzt worden, hieß es.
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Cyberangriff trifft wichtiges Register in Liechtenstein
Im Zentrum der Attacke steht das sogenannte „Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen“. Darin wird festgehalten, welche Menschen tatsächlich hinter Unternehmen, Stiftungen oder Treuhänderschaften stehen. Nach Angaben der Regierung soll das Register vor allem dabei helfen, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung aufzudecken und zu verhindern.
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Das Fürstentum mit rund 41.000 Einwohnern gehört gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den reichsten Ländern der Welt. Mit nur 160 Quadratkilometern ist es in etwa so groß wie Wuppertal, und damit eines der kleinsten Länder der Welt.
Einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige sind Finanz- und Bankendienstleistungen. Vor vielen Jahren haben vor allem Europäer dort Stiftungen und Konten zur Steuerhinterziehung missbraucht. 2017 wurde das Bankgeheimnis in Steuerangelegenheiten aber aufgehoben.
mit dpa










