Stromnetz Berlin hat 135.000 Kundinnen und Kunden im gesamten Stadtgebiet über einen Datenschutzvorfall bei seinem Service-Partner Enseco GmbH informiert. Das Schreiben liegt der Berliner Morgenpost vor. Demnach kam es im Juni bei dem Unternehmen zu einem Cyberangriff.

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Nach Darstellung von Stromnetz Berlin unterstützt Enseco das Unternehmen bei der Montage von Stromzählern. Im Zuge des Angriffs könnten Unbefugte auf Daten von Kundinnen und Kunden zugegriffen haben. Betroffen seien Informationen, die im Zusammenhang mit Terminabsprachen und der Dokumentation von Zählermontagen verarbeitet wurden.

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Zu den möglicherweise abgeflossenen Daten zählen laut dem Schreiben Name und Anschrift der Betroffenen, Kommunikationsinhalte rund um Terminvereinbarungen oder die Durchführung von Zählermontagen, die Stromzählernummer, Fotos vom Stromzähler sowie der jeweilige Zählerstand.

Nicht betroffen seien nach aktuellem Stand besonders sensible Informationen. Stromnetz Berlin teilt in dem Schreiben mit, dass weder Verbrauchsdaten noch Bank- oder Zahlungsdaten sowie Zugangsdaten kompromittiert worden seien.

Nach Datenvorfall: Stromnetz Berlin warnt vor möglichen Betrugsversuchen

Das Unternehmen warnte vorsorglich vor möglichen Täuschungsversuchen. Auch wenn es derzeit keine Hinweise gebe, dass die Daten veröffentlicht, weitergegeben oder missbräuchlich verwendet wurden, lasse sich ein künftiger Missbrauch nicht vollständig ausschließen. Kundinnen und Kunden sollten deshalb aufmerksam bei verdächtigen Kontaktaufnahmen sein.

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In dem Schreiben weist Stromnetz Berlin unter anderem darauf hin, dass beauftragte Monteurinnen und Monteure sich grundsätzlich mit einem Dienstausweis ausweisen. Betroffene sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und bei Zweifeln die Identität von Anrufenden oder Besuchenden über die offiziellen Kontaktwege des Unternehmens überprüfen. Bei verdächtigen Vorfällen rät Stromnetz Berlin dazu, gegebenenfalls die Polizei einzuschalten.

Nach eigenen Angaben arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit Enseco und IT-Sicherheitsexperten an der Aufklärung des Vorfalls. Auch die zuständigen Behörden seien eingebunden, soweit dies gesetzlich erforderlich sei.