Die Szene zwischen Donald Trump und Jeffrey Epstein soll sich Mitte der 90er-Jahre abgespielt haben, entfaltet jedoch erst ihre volle Wirkung.
Im Zuge ihrer Männerfreundschaft mit regelmäßigen Telefonaten, wechselseitigen Besuchen und gemeinsamen Frauenaufreißstreifzügen diskutierten der heutige US-Präsident und der 2019 im Gefängnis gestorbene Seriensexualstraftäter darüber, „wie viel Schamhaar eine bestimmte Frau hatte und ob es genug war, dass Mr. Epstein sich damit die Zähne säubern konnte”.
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So hat es eine ehemalige Mitarbeiterin des Finanziers und Nachlassverwalters der „New York Times“ erzählt. In einem weiteren Telefonat beschrieb Trump, wie er Sex mit einer Frau auf einem Billardtisch hatte. Die damalige Assistentin sagte, Epstein schien es zu genießen, sie durch die auf laut gestellten Gespräche in Verlegenheit zu bringen.
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Die Veröffentlichung, eingebettet in die bisher umfassendste Recherche über die Beziehung der beiden Männer, bei der 30 Mitarbeiter, Opfer und Geschäftspartner Epsteins Auskunft gaben, kommt für Trump zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
„Sie jagten Frauen in einem Spiel um Ego und Dominanz“
Bis Freitag war Justizministerin Pam Bondi durch Richterbeschlüsse und Kongressbeschlüsse gezwungen, den bislang unter der Decke gehaltenen Aktenberg über die beiden Strafverfahren gegen Epstein wegen des Menschenhandels und Missbrauchs Hunderter junger Frauen freizugeben.
Zwar kommt das Blatt zu der Feststellung, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Trump in Epsteins Missbrauch und den Handel mit Minderjährigen verwickelt war.
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Allein, die Beteuerung des Präsidenten, er habe mit Epstein kaum Kontakt gehabt und Anfang der 2000er-Jahre mit ihm offiziell gebrochen, ist nach den vorliegenden Informationen nicht mehr zu halten, sagen Insider in Washington. „Die Beziehung der beiden Männer war weitaus enger und komplexer, als der Präsident jetzt zugibt.“
„Weibliche Körper waren ihre Währung”
Die Rechercheure fanden heraus, dass Trump und Epstein seit den späteren 1980er-Jahren ständig in Kontakt waren, in gemeinsamen sozialen Kreise verkehrten, die sich vordringlich um den Zugang zu jungen Frauen drehten („Sie jagten Frauen in einem Spiel um Ego und Dominanz. Weibliche Körper waren ihre Währung”), und gegenseitig Kenntnis von ihren sexuellen Präferenzen hatten. Der Draht war so eng, dass Trump Ende der 90er-Jahre in einer Buchwidmung an Epstein schrieb: „An Jeff – du bist der Größte! Donald.“

Als Klammer ihrer gemeinsamen Interessen diente offenbar die Welt der Models und Schönheitswettbewerbe. Hier, so die „New York Times“, stillten Trump wie Epstein ihren Hunger auf junge Frauen, die zu Partys in Mar-a-Lago (Trump) und New York (Epstein) eingeflogen wurden. In einem Fall sei die zweite Ehefrau Trumps, Marla Maples, als Warnerin gegenüber der Mutter einer damals 14-Jährigen aufgetreten: „Was auch immer Sie tun, lassen Sie sie nicht in die Nähe dieser Männer, insbesondere nicht in die Nähe meines Mannes.” Maples bestreitet das heute.
Parallel zu dem „New York Times“-Bericht haben die Demokraten im Kongress weitere Fotos aus dem Epstein-Nachlass veröffentlicht, die den Finanzier mit etlichen Promis von Bill Gates bis Woody Allen zeigen. Einige Bilder zeigen weibliche Körperteile, auf denen handschriftlich geschriebene Zitate aus „Lolita”, dem berühmt-berüchtigten Roman von Vladimir Nabokov, zu sehen sind.

















