Während die USA mit zahlreichen Krisen zu kämpfen haben, hat US-Verkehrsminister Sean Duffy ein ungewöhnliches Thema in den Fokus gerückt: die Kleidung von Flugreisenden. Bei einem Auftritt am Flughafen Newark in New Jersey sprach Duffy von einer „Verrohung der Höflichkeit“ an Bord und kündigte eine „Höflichkeitskampagne“ während der oft hektischen Ferienreisezeit an.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Bitte und Danke zu unseren Piloten und Flugbegleitern zu sagen“ gehöre ebenso dazu wie ein respektvolles Erscheinungsbild, betonte Duffy. „Ob es nun eine Jeans und ein ordentliches Hemd ist. Ich würde die Leute dazu ermutigen, sich vielleicht ein bisschen besser anzuziehen, was wiederum dazu beiträgt, dass wir uns ein bisschen besser benehmen. Versuchen wir, keine Hausschuhe und Pyjamas zu tragen, wenn wir zum Flughafen kommen. Ich denke, das wäre positiv.“

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Das betrifft nicht nur Privatleute. Prominente wie Ed Sheeran wurden schon kritisiert, weil sie in klassischen Schlafanzughosen zum Flug erschienen – Sheeran verteidigte seinen Komfort: „Es ist einfach so gemütlich, ich könnte den ganzen Tag im Schlafanzug herumhängen.“ Sängerin Rihanna wiederum hat Schlaf- und Unterwäsche zu einem Mode-Statement erhoben.

Zwischenfälle in Flugzeugen um 400 Prozent gestiegen

Duffy betonte allerdings, dass es ihm nicht nur um Mode gehe. Er rief Reisende dazu auf, auch auf andere Passagiere zu achten – etwa beim Verstauen von Gepäck in den oberen Ablagefächern. „Einfache Höflichkeit und ein Zeichen von Anstand“ sei es, wenn kräftigere Passagiere helfen.

Seine Initiative folgt auf vermehrte Zwischenfälle an Bord von Flugzeugen. Sie sind laut Daten der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde „FAA“ seit 2019 um rund 400 Prozent gestiegen. Die Bandbreite reicht von störendem Verhalten bis zu körperlicher Gewalt. Bereits 2021 berichtete fast jeder fünfte Flugbegleiter von körperlichen Vorfällen, und 2024 lagen die Zahlen weiterhin über dem Niveau vor der Pandemie.

Mit dpa